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Was ist 1 Million Euro von 2002 heute wert? Diese Rechnung zeigt die große Macht der Inflation

Дата публикации: 28-07-2026 11:24:15

Eine Vanguard-Analyse zeigt, wie stark ein Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ seit 2002 geschrumpft wäre. Ganz anders sähe es aus, wenn das Geld investiert worden wäre.

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„Wer wird Millionär?“ aus den frühen 2000er-Jahren: Wer 2002 eine Million Euro gewann, hätte heute viel weniger Kaufkraft gehabt.

„Wer wird Millionär?“ aus den frühen 2000er-Jahren: Wer 2002 eine Million Euro gewann, hätte heute viel weniger Kaufkraft gehabt.

picture alliance / SZ Photo | Teutopress

  • Eine Million Euro aus dem Jahr 2002 hätte laut Vanguard bis Ende 2025 nur noch eine Kaufkraft von 391.737,95 Euro gehabt.
  • Um real auf demselben Niveau zu bleiben, hätte der Betrag auf mehr als 1,6 Millionen Euro steigen müssen.
  • Wäre die Million in den FTSE All World Index investiert worden, hätte sie inflationsbereinigt und vor Steuern mehr als 5,1 Millionen Euro erreicht.

Wer 2002 bei „Wer wird Millionär?“ eine Million Euro gewonnen hätte, dürfte sich damals tatsächlich reich gefühlt haben. Doch aus heutiger Sicht wäre dieser Gewinn real deutlich weniger wert.

Laut einer neuen Analyse vom US-Finanzdienstleister Vanguard, die BUSINESS INSIDER (BI) exklusiv und vorab vorliegt, hätte eine Million Euro vom 31. Januar 2002 bis Ende 2025 nur noch eine Kaufkraft von 391.737,95 Euro gehabt. Inflationsbereinigt wäre also weniger als die Hälfte des ursprünglichen Werts übrig geblieben.

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Was aus einer Million Euro geworden wäre

Die Rechnung zeigt, wie stark Inflation selbst große Vermögen über lange Zeiträume entwerten kann. Die Summe auf dem Papier bleibt zwar gleich. Entscheidend ist aber, was man sich dafür tatsächlich kaufen kann.

Um die Kaufkraft von einer Million Euro aus dem Jahr 2002 bis Ende 2025 zu erhalten, hätte der Betrag laut Vanguard auf 1.608.262,05 Euro anwachsen müssen. Ein Millionär von damals müsste heute also mehr als 1,6 Millionen Euro besitzen, um real noch auf demselben Niveau zu stehen.

Besonders anschaulich wird der Effekt beim Vergleich verschiedener Szenarien. Wäre der Gewinn einfach als Bargeld gehalten und zum Euribor-Satz – dem Zinssatz, zu dem sich europäische Banken gegenseitig Geld leihen – verzinst worden, hätte daraus bis Ende 2025 ein Betrag von 1.654.042,48 Euro werden können.

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Das klingt nach einem Zuwachs, hätte inflationsbereinigt aber nur knapp gereicht, um die ursprüngliche Kaufkraft zu erhalten. Real wäre das Vermögen also kaum gewachsen.

Ganz anders sähe es aus, wenn die Million langfristig investiert worden wäre. Laut Vanguard hätte ein Investment in den FTSE All World Index, der die gesamte Weltwirtschaft abbildet, vom 31. Januar 2002 bis Ende 2025 inflationsbereinigt und vor Steuern einen Wert von 5.158.457,02 Euro erreicht.

Der Unterschied zeigt, warum für Sparer nicht nur Kursschwankungen ein Risiko sind. Auch das scheinbar sichere Liegenlassen von Geld kann gefährlich werden, wenn die Inflation über Jahre an der Kaufkraft nagt.

Warum Inflation nicht zu unterschätzen ist

Chris Hofmann, Head of Intermediated Wholesale bei Vanguard, sagt dazu: „Wenn ein Gewinn von einer Million Euro aus dem Jahr 2002 heute eine Kaufkraft von weniger als 400.000 Euro hat, geht es nicht nur darum, wie viel Geld jemand nominal besitzt, sondern darum, ob dieses Geld im Zeitverlauf mit der Inflation Schritt hält.“

Bargeld fühle sich zwar sicher an, weil sich der Wert nicht täglich sichtbar verändere. Über lange Zeiträume könne es inflationsbereinigt jedoch kaum mehr als auf der Stelle treten. „Für Anleger bleiben Diversifikation, niedrige Kosten und ein langer Anlagehorizont die wirksamsten Instrumente, um Kaufkraft zu schützen und das Vermögen real zu vermehren“, ergänzt Hofmann.

Die Analyse von Vanguard macht damit einen Grundsatz der Geldanlage greifbar: Vermögen muss nicht nur erhalten, sondern real erhalten werden. Wer langfristig Kaufkraft sichern will, muss Inflation mitdenken – und braucht eine Strategie, die über das bloße Parken von Geld hinausgeht.

Disclaimer: Aktien, Immobilien und andere Investments sind grundsätzlich mit Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten. Sie ersetzen auch nicht eine fachliche Beratung.

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