Das Landgericht Heilbronn hat Urteile zu drei Angeklagten gefällt, die versucht haben sollen, eine Frau zu überfahren. Den Auftrag soll der Ex-Mann gegeben haben.
Im Prozess um einen versuchten Auftragsmord vor einem Kindergarten in Waldenburg (Hohenlohekreis) sind am Mittwoch am Landgericht Heilbronn die Urteile gegen drei Angeklagte gefallen. Zwei der Angeklagten, ein mehrfach vorbestrafter Mann und seine Verlobte, sollen im Auftrag des Ex- Ehemannes gegen Geld versucht haben, seine geschiedene Frau mit einem Auto zu überfahren und umzubringen. Hintergrund für die Aktion sollen Streitigkeiten um die gemeinsame Tochter gewesen sein.
Der Ex-Mann und der Fahrer des Wagens müssen wegen versuchten Mordes für zehn Jahre ins Gefängnis. Die Verlobte des Fahrers wurde zu drei Jahren Haft wegen Beihilfe verurteilt. Das Opfer überlebte den Angriff schwer verletzt.
Versuchter Auftragsmord in Waldenburg? Angefahrene Frau sagte gegen Ex-Mann ausIm Laufe des Prozesses schilderte die Frau, dass sie gerade in die Kita ihrer Tochter wollte, um sie abzuholen, als sie angefahren wurde. Sie erzählte, dass sie direkt ihren Ex-Partner im Verdacht hatte und deshalb auch die Polizei bat, das Kind nicht dem Vater zu übergeben. Die Beziehung mit ihm sei fast von Anfang an von häuslicher Gewalt überschattet gewesen.
Mittlerweile lebt die Frau in einem Schutzprogramm mit neuer Identität. Das sei sehr belastend, berichtete sie damals, da sie den Kontakt mit Freunden und Familie abbrechen musste.
Staatsanwaltschaft fordert mindestens zehn Jahre HaftDie Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen zwischen zehn und zwölf Jahren gefordert. Sie warf in ihrer Anklage dem 41 Jahre alten Ex-Mann der Frau und dem mitangeklagten Täter-Paar versuchten Mord aus Heimtücke und Habgier vor. Demnach soll der damals schon von seiner Frau getrennt lebende Mann seinen Komplizen 15.000 Euro für die Ausführung der Tat angeboten haben.
Über Monate hinweg sollen die drei Angeklagten gemeinsam einen Plan geschmiedet haben, wie die Tat ablaufen könnte. Sie lauerten der Frau auf, um ihre Tagesabläufe zu erkunden. Bereits rund zwei Monate zuvor soll ein Auto angeschafft worden sein, um es als Tatfahrzeug einzusetzen. Alle drei sind seit Juni 2025 in Untersuchungshaft.
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