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+++ Iran-Krieg +++: Iran warnt USA vor neuen Angriffen und droht mit Gegenschlägen

Дата публикации: 01-08-2026 09:22:00

Hamas bestätigt Einigung zur Entwaffnung +++ Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an +++ Sanktionierter Tanker mit russischem Öl leckt vor Küste des Oman +++ Der Newsblog.

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Iran-Krieg: Iran warnt USA vor neuen Angriffen und droht mit Gegenschlägen Live-Blog Hamas bestätigt Einigung zur Entwaffnung +++ Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an +++ Sanktionierter Tanker mit russischem Öl leckt vor Küste des Oman +++ Der Newsblog.

Iranische Raketen bei einer Ausstellung in Teheran: Die Führung in Teheran warnt vor Gegenschlägen auf Ziele in Israel und den Golfstaaten. Foto: dpa

Iran warnt USA vor neuen Angriffen – droht mit Gegenschlägen

Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran droht Teheran mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.

Bericht: USA und Israel planen Angriffe auf iranische Energieanlagen

Die USA und Israel planen einem Medienbericht zufolge Angriffe auf die Energie-Infrastruktur im Iran. Die Bombardierungen könnten am Wochenende stattfinden, berichtet der Sender CBS News unter Berufung auf Insider. US-Präsident Donald Trump müsse jedoch noch endgültig grünes Licht für die Einsätze geben. Es sei im Gespräch, die Militärschläge vor der Öffnung der Finanzmärkte zu Wochenbeginn abzuschließen. Dem Sender zufolge wäre dies eine der bislang härtesten Militäraktionen gegen iranische Energieanlagen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran.

Spitäler im Gazastreifen melden tödlichen Angriff Israels

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ist mindestens ein Mensch getötet worden. Weitere vier Personen hätten Verletzungen erlitten, unter ihnen ein Kind, teilten Krankenhausmitarbeiter am Freitag mit. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.

Die Luftangriffe erfolgten ungeachtet der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Entwaffnung der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen. Die Hamas hat ein entsprechendes Abkommen bestätigt.

Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an

US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf den Iran angekündigt. „Wir werden sie sehr hart treffen“, sagte er bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, angesprochen auf die nächsten vier Wochen. Trump selbst nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkret.

„Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.“ Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, betonte er. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär keine neuen Angriffe auf den Iran gemeldet. 

Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. 

Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen. Donald Trump

Sanktionierter Tanker mit russischem Öl leckt vor Küste des Oman

Vor der Küste des Oman verliert ein sanktionierter Tanker Öl und schürt damit Sorgen über eine Umweltkatastrophe. Die „Caroline Bezengi“ hatte vor ihrer jüngsten Fahrt im Schwarzmeerhafen Noworossijsk russisches Öl geladen, wie am Freitag aus Positionsdaten hervorging. 

Satellitenbilder von Ende Juli zeigen einen dunklen Ölteppich in der Nähe des Schiffes, der sich in den vergangenen Tagen ausgebreitet hat. Ein Experte der niederländischen Organisation Pax sagte nach der Auswertung der Bilder, mindestens eine der Hüllen des Rohöltankers scheine gebrochen zu sein. Die Monsunzeit in der Region, die normalerweise im Juli und August ihren Höhepunkt erreicht, könnte das Rohöl rasch verteilen. Das Leck befindet sich in der Nähe eines geschützten Meeresgebiets.

Der Tanker hatte am 8. Juni vor der jemenitischen Küste erstmals Schwierigkeiten gemeldet. Zwei Insidern aus der maritimen Sicherheitsbranche zufolge gab es eine Explosion an Bord. Die Ursache ist unklar. Das Schiff wurde wegen des mutmaßlichen Transports von russischem Treibstoff von der EU und Großbritannien sanktioniert. Andere Schifffahrtsexperten warnten, das Schiff könne jederzeit auseinanderbrechen. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) teilte mit, sie beobachte die Situation genau. 

Vorbehalte aus Israel gegen Umsetzungsplan zur Hamas-Entwaffnung

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über eine Einigung auf eine Entwaffnung der Terrororganisation Hamas gibt es aus Israel Hinweise darauf, dass das Land einen entsprechenden Umsetzungsplan ablehnt. Dieser sieht laut dem von Trump gegründeten Friedensrat parallel zur Einlagerung schwerer Waffen im Gazastreifen einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee vor.

Bis zur tatsächlichen Entwaffnung der Hamas werde sich die israelische Armee nicht von der „derzeitigen gelben Linie“ zurückziehen, hieß es aus israelischen Regierungskreisen. Diese bezeichnet die Rückzugsposition der israelischen Armee im Gazastreifen. Die Armee hat ihre Kontrolle über das Palästinensergebiet in den vergangenen Monaten von 53 Prozent auf über 60 Prozent ausgeweitet. Die Zeitung „Times of Israel“ mutmaßte nach der Mitteilung aus Regierungskreisen, dass Israel nicht einmal bereit sei, sich nun wieder hinter die ursprünglich im Rahmen der Waffenruhe vereinbarte Linie zurückzuziehen.

Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe unterdes, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Rest des Gazastreifens wieder zu festigen. Eine offizielle Stellungnahme aus Israel zu Trumps Ankündigung gibt es bislang nicht. Laut Friedensrat ist neben der Einlagerung schwerer Waffen im Gazastreifen auch geplant, Waffenproduktionsstätten, Waffenlager und Tunnel stillzulegen.

Kuwaits Armee: Iranische Drohnen abgefangen

Die kuwaitischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben iranische Drohnen abgefangen. Sie sollen auf militärische und andere wichtige Einrichtungen gerichtet gewesen sein, so eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Durch herabfallende Trümmer soll es teilweise zu Sachschäden gekommen sein – Menschen seien aber nicht verletzt worden, hieß es weiter. Das iranische Militär hatte zuvor mitgeteilt, man habe Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen.

Das kuwaitische Außenministerium verurteilte die Angriffe scharf. Diese stellten „einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität des Staates Kuwait, eine direkte Bedrohung für seine Sicherheit und Stabilität sowie einen schweren Verstoß gegen die Regeln des Völkerrechts“ dar, so eine Mitteilung.

Hamas bestätigt Einigung zur Entwaffnung

Die Hamas hat nach eigenen Angaben einer Vereinbarung zur Entwaffnung der militant-islamistischen Palästinenserorganisation zugestimmt. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim bestätigte 

in einem Beitrag auf der Plattform X

, dass die Gruppe die zuvor von US-Präsident Donald Trump verkündete Einigung angenommen habe, die jedoch Zugeständnisse Israels voraussetzt. Dazu gehören die Einstellung der Feindseligkeiten und der Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen. Israel hat sich bislang nicht zu der Vereinbarung geäußert.

Die USA hatten im Oktober 2025 eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas vermittelt. Der damals vereinbarte Plan sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt und ihr weit verzweigtes Tunnelnetzwerk zerstört. Zudem umfasst er den Abzug israelischer Streitkräfte aus dem Gazastreifen, die Einsetzung einer neuen technokratischen palästinensischen Regierung, die Stationierung einer sogenannten Stabilisierungstruppe sowie den Wiederaufbau des Küstengebiets.

Iran hindert zwei Tanker an Passage der Straße von Hormus

Die iranische Revolutionsgarde hat zwei Tanker an der Durchfahrt der Straße von Hormus im Persischen Golf gehindert. Vier weitere Tanker hätten umgedreht, meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars. Die Straße von Hormus ist überaus wichtig für die internationale Schifffahrt, insbesondere für den Transport von Erdöl und Erdgas.

Wadephul begrüßt angekündigte Hamas-Entwaffnung

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die verkündete Einigung auf eine Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation Hamas als „hoffnungsvolle Neuigkeit“ begrüßt. Entscheidend sei jetzt, dass ein echter Fortschritt erzielt und die Hamas tatsächlich entwaffnet werde, schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X. Sie dürfe nie wieder eine Bedrohung für Israel darstellen.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von einer Einigung auf die „vollständige Entwaffnung“ der Hamas berichtet. Im Gegenzug würden die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen abziehen. Offizielle Äußerungen von der Hamas oder Israel gab es dazu zunächst nicht, der mit der Hamas verbündete Palästinensische Islamische Dschihad wies eine Einigung zurück.

Brand legt saudi-arabisches Werk von Fuchs-Joint-Venture lahm

Ein Brand hat das Produktionswerk des Gemeinschaftsunternehmens Alhamrani Fuchs Petroleum des Schmierstoffherstellers FUCHS SE in Yanbu in Saudi-Arabien schwer beschädigt. Nach Unternehmensangaben wurden bei dem Feuer am Samstag keine Mitarbeiter verletzt. Die Produktions- und Abfüllanlagen seien jedoch so stark beschädigt worden, dass der Betrieb bis auf Weiteres ruhe. Zur Sicherung der Versorgung greife das Unternehmen auf alternative Lieferquellen zurück und plane den Wiederaufbau der Kapazitäten. Fuchs hält 32 Prozent an dem Joint Venture. Unklar blieb, ob der Brand mit Angriffen der Huthi-Rebellen auf Ölraffinerien in Yanbu und Dschazan zusammenhängt.

Nach Angaben des Unternehmens trug die Produktion in Yanbu im vergangenen Jahr rund 1,5 Prozent zum operativen Ergebnis (Ebit) bei. Der Ausfall habe deshalb keine Auswirkungen auf die Prognose für 2026. Fuchs bestätigte das Ziel eines operativen Ergebnisses von 460 bis 480 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen rund 450 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Anhebung der Prognose begründete Fuchs mit Vorzieheffekten infolge des Iran-Kriegs sowie Lieferproblemen einzelner Wettbewerber.

Islamischer Dschihad weist Zustimmung zu Entwaffnungs-Einigung zurück

Der mit der Terrororganisation Hamas verbündete Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ) hat ein von US-Präsident Donald Trump verkündetes Abkommen, das auch eine Entwaffnung beider Gruppen im Gazastreifen vorsieht, zurückgewiesen. Laut dem PIJ sollen die Berichte über eine Einigung auf einen Deal nicht zutreffend sein. 

Ein Mitglied des Politbüros der Terrororganisation sagte, es handle sich bei einem „aktuell kursierenden Dokument“ lediglich um einen Entwurf, gegen den seine Gruppe Vorbehalte habe. US-Kreise und Quellen aus dem umstrittenen Friedensrat hatten zuvor dagegen mitgeteilt, dass die islamistische Hamas eine Entwaffnung und die Entmilitarisierung des Gazastreifens akzeptiert habe.

Hamas: Israel muss Abkommen zu Waffenabgabe zuerst zustimmen

Die radikalislamische Hamas fordert von Israel eine Zustimmung zu einer vom sogenannten Friedensrat (Board of Peace) vermittelten Vereinbarung zur Entwaffnung der Palästinenserorganisation im Gazastreifen, bevor sie es selbst umsetzt. 

Sobald beide Seiten dem Abkommenstext zugestimmt hätten, müsse Israel mit der Umsetzung der ersten Phase beginnen, sagt Ghasi Hamad, ein an den Verhandlungen beteiligter Hamas-Funktionär, der Nachrichtenagentur Reuters. Israel müsse seine Truppen aus dem Gazastreifen abziehen. Sollte Israel der Vereinbarung nicht zustimmen, werde die Hamas es auch nicht umsetzen.

Israel zerstört Hisbollah-Tunnel bei Burg Beaufort

Nach einem Angriff der libanesischen Hisbollah hat Israel eigenen Angaben zufolge Tunnel der Miliz im Gebiet der Burg Beaufort im Südlibanon zerstört. In einer Erklärung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in der Nacht hieß es, die Hisbollah habe die unterirdische Struktur nutzen wollen, um nach Israel einzudringen.

Die Armee habe rund 700 Tonnen Sprengstoff für die Zerstörung der Tunnel gebraucht, teilten beide weiter mit. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die Explosionen seien im gesamten Südlibanon zu hören gewesen. Es war zunächst unklar, ob auch die Burg beschädigt wurde.

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Ein Tunnel, der in einen Berg gegraben wurde, der von der Hisbollah als Klinik und Lager nahe der libanesisch-israelischen Grenze genutzt wurde (Archivbild). dpa

Cyberangriffe auf Wassersysteme: USA vermuten iranische Hacker

Nach Cyberangriffen auf mehr als 30 Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota ermitteln die Behörden zu den Hintergründen. Die Attacken ereigneten sich am Sonntag und Montag. Nach Angaben von Minnesota IT Services konnten die Verantwortlichen bislang nicht identifiziert werden. Berichte über Auswirkungen auf die Bevölkerung liegen den Behörden nicht vor. In der Stadt Braham wurde die Bevölkerung nach dem Ausfall einer Wasseraufbereitungsanlage für mehrere Stunden zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen.

Das Federal Bureau of Investigation ermittelt, hat bislang jedoch keine Verdächtigen benannt. Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency hatte gemeinsam mit weiteren Behörden vor verstärkten Cyberangriffen iranischer Hacker auf Wasser- und Abwassersysteme sowie andere kritische Infrastrukturen gewarnt. Die frühere stellvertretende Leiterin der Cyberabteilung des FBI, Cynthia Kaiser, erklärte, der Iran verfüge über „geopolitische Motive“ und eine Vorgeschichte bei Angriffen auf Wassersysteme. Angesichts früherer Aktivitäten sei es angemessen, den Iran als möglichen Verantwortlichen zu betrachten, bis das Gegenteil bewiesen sei.


Iranische Armee: Haben US-Militäreinrichtungen in Kuwait angegriffen

Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Ziel sei der Stützpunkt Ahmed al-Dschaber gewesen, berichten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Armee. Der Angriff sei eine Antwort auf die jüngsten Attacken der USA auf ein Wohnhaus auf der Insel Keschm und andere Ziele im Iran.

USA und Friedensrat: Hamas hat Entwaffnung zugestimmt

Die islamistische Hamas soll laut US-Kreisen und Quellen aus dem umstrittenen Friedensrat einer Entwaffnung und der Entmilitarisierung des Gazastreifens zugestimmt haben. Über Vermittler hätten diese „dem finalen Text des Zeitplans zugestimmt, wie er ihnen in unserer letzten Vermittlungssitzung vorgelegt wurde“, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dies schließe auch einen Artikel ein, der „die vollständige Entwaffnung“ beinhalte.


Trump: Friedensrat erzielt Abkommen zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen

Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene Friedensrat („Board of Peace“) hat Trumps Angaben zufolge ein historisches Abkommen zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen im Gazastreifen erzielt. Die Vereinbarung werde in sorgfältig strukturierten Phasen umgesetzt, so Trump. Sobald die Entwaffnung abgeschlossen sei, würden sich die israelischen Streitkräfte zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe solle künftig gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei die Verantwortung für das Gebiet übernehmen. Dies sei ein entscheidender Schritt, damit der Gazastreifen von einer neuen palästinensischen Regierung geführt werde.

Irak: Regierung wusste nichts von US-saudischen Angriffen

Die irakische Regierung hat die US-saudischen Angriffe auf ihrem Territorium nach eigenen Angaben weder genehmigt noch vorab davon gewusst. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf einen Regierungssprecher. Saudi-Arabien und das US-Militär hatten zuvor vom Iran unterstützte Gruppen im Irak angegriffen. Diese machen sie für Drohnenangriffe auf saudische Ölanlagen verantwortlich.


Saudi-Arabien plant Militärkoalition zum Schutz des Roten Meeres

Saudi-Arabien will nach den Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz eine multinationale Militärkoalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer gründen. Vertreter aus 43 Ländern und der Europäischen Union hätten an einem Treffen teilgenommen, bei dem die Pläne erörtert wurden, teilte das saudiarabische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Saudi-Arabien solle die Koalition als Gründungs- und Führungsstaat leiten und das Hauptquartier stellen. 14 Länder, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, hätten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Unterstützung bekundet.

Insider: Huthis sollen Saudi-Arabien vom Irak aus angegriffen haben

Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben Insidern zufolge in dieser Woche Angriffe auf Saudi-Arabien von irakischem Staatsgebiet aus verübt. Nach Angaben von zwei mit den Erkenntnissen Saudi-Arabiens und seiner Partner vertrauten Personen hätten die Huthis dabei mit bewaffneten örtlichen Gruppen kooperiert. Die unter Leitung der iranischen Revolutionsgarden erfolgten Angriffe hätten unter anderem Ölanlagen im Osten Saudi-Arabiens zum Ziel gehabt. Als Reaktion flogen Saudi-Arabien und die USA am Mittwoch gemeinsame Luftangriffe auf Ziele im Irak.

Saudi-Arabien machte offiziell mit dem Iran verbündete irakische Gruppen für die Angriffe verantwortlich, während die Huthis die Taten für sich reklamierten. Der Irak kündigte eine Untersuchung an. Nach den saudischen Gegenschlägen sagte Ministerpräsident Ali al-Saidi einen für Donnerstag geplanten Besuch bei Mohammed bin Salman ab. Nach Einschätzung von Farea al-Muslimi von der Denkfabrik Chatham House unterstreichen die Vorfälle die wachsende Zusammenarbeit innerhalb der vom Iran angeführten „Achse des Widerstands“. Demnach betreiben die Huthis und irakische Milizen wie Kataib Hisbollah bereits seit 2024 eine gemeinsame Einsatzzentrale.


Berichte: Fortschritte bei Gesprächen über Hamas-Entwaffnung

Bei Gesprächen in Kairo über eine Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen soll es Fortschritte gegeben haben. Dies bestätigten auch Hamas-Kreise. Eine offizielle Stellungnahme könnte demnach bis Freitag veröffentlicht werden. Bei intensiven Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden, hieß es. Auch israelische Medien berichteten über entsprechende Fortschritte. Dafür gab es von israelischer Seite und auch von den Vermittlern noch keine offizielle Bestätigung. 


Die Vermittler seien noch in Kontakt mit Israel, um letzte Details zu klären, hieß es aus Hamas-Kreisen. Die Hamas ist demnach bereit, ihre Waffen unter die Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. Eine Übergabe an Israel sei nicht vorgesehen. Im Gegenzug müsse Israel seine Truppen komplett aus dem Gazastreifen abziehen und gezielte Tötungen in dem Palästinensergebiet stoppen. 

Vorgesehen sei auch, dass die palästinensische Übergangsverwaltung „volle Verantwortung“ für die Rechte von Angestellten im Gazastreifen übernehme, die zuvor Teil der Hamas-Verwaltung waren. 

Jordanien meldet Abschuss von Raketen aus dem Iran

Die jordanische Flugabwehr hat nach Angaben des Militärs fünf aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgeschossen. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet, wie die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra am Donnerstag berichtete. Die Raketen wurden den Angaben zufolge am Donnerstagmorgen abgefangen.

Zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben eine schwere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf einen iranischen Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien gewesen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit.

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Blick auf Amman (Archivbild) dpa

Ölpreise geben leicht nach 

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach ihrem Vortagessprung etwas gefallen. Für Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im September kostete knapp 90 US-Dollar und damit gut ein Prozent weniger als am Vortag.

Zur Wochenmitte war der Preis um fast acht Prozent hochgesprungen, nachdem der Krieg zwischen den USA und dem Iran wieder stärker hochgekocht war. Grund zwar ein Angriff von Teheran auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien, auf den neue Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen den Iran folgten. Auch der Gaspreis war daraufhin nach oben geschnellt.

Saudi-Arabien plant offenbar internationale Koalition für Rotes Meer

Saudi-Arabien will Insidern zufolge eine internationale Koalition schmieden, um die Schifffahrt im Roten Meer vor Angriffen der Huthi-Rebellen zu schützen. Die genaue Zusammensetzung des Bündnisses stehe noch nicht fest und werde mit Dutzenden Ländern erörtert, sagen zwei mit den Beratungen vertraute Personen. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad liegt zunächst nicht vor.

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