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Feuerteufel in Mutlangen: Wie ist der Stand der Ermittlungen?

Дата публикации: 13-07-2026 10:16:00

Zwei wohl von demselben Täter gelegte Brände haben unlängst für Aufsehen und ein Verkehrschaos an der B 298 gesorgt. Was wissen die Behörden mittlerweile darüber?

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Stand: 13.07.2026, 17:31 Uhr

Von: Christian Nick

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Meterhoch loderten die Flammen am Pfeiler der Haselbachtalbrücke bei Mutlangen: Nur mit Tausenden Litern Wasser und schwerem Gerät wurde die Feuerwehr ihnen Herr. Konnte die Polizei den Täter schon ermitteln?

Meterhoch loderten die Flammen am Pfeiler der Haselbachtalbrücke bei Mutlangen: Nur mit Tausenden Litern Wasser und schwerem Gerät wurde die Feuerwehr ihnen Herr. Konnte die Polizei den Täter schon ermitteln? © Feuerwehr Mutlangen

Zwei wohl von demselben Täter gelegte Brände haben unlängst für Aufsehen und ein Verkehrschaos an der B 298 gesorgt. Was wissen die Behörden mittlerweile darüber?

Mutlangen. Zwei Brandereignisse in kurzer Zeit haben die Bürger in Mutlangen aufgeschreckt. Zur Erinnerung: Es begann damit, dass vor rund einem Monat – in der Nacht auf Mittwoch, 17. Juni – unweit des Mutlanger Wohngebiets am Limespark mehrere Holzbündel in Brand gesetzt wurden, welche ein örtlicher Landwirt dort gelagert hatte. Schon damals ging man bei der Feuerwehr von Brandstiftung aus. 

Flammen in der Nacht

Nur wenige Tage später, in der Nacht zum Freitag, 26. Juni, brannte dann wieder ein Holzlager – unter der Haselbachtalbrücke und wieder vom selben Landwirt. Wie unsere Redaktion berichtete, sorgte das Feuer, welches mit schwerem Gerät und rund 15.000 Litern Wasser gelöscht werden musste, für erhebliche Verkehrsbehinderungen auf der B 298. Die wichtige Verkehrsachse war zunächst voll gesperrt. Derzeit sind beide Fahrspuren zwar wieder befahrbar, jedoch herrschen Einschränkungen – unter anderem ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern und eine Verengung beider Fahrstreifen im Bereich vor und hinter dem betroffenen Brückenpfeiler. 

Nachfrage beim Aalener Polizeipräsidium: Wie ist der Stand der Ermittlungen? Auch hier geht man nun offiziell in beiden Fällen von Brandstiftung aus: "Eine vorsätzliche Herbeiführung der Brände gilt nach derzeitigen Erkenntnissen als die wahrscheinlichste Ursache. Umstände oder Hinweise, die auf eine andere Ursache schließen lassen könnten, liegen zumindest nicht vor", sagt Sprecher Holger Bienert.

Täter ist noch unbekannt

Mehrere Stunden dauerte es, ehe die Einsatzkräfte den zweiten Brand innerhalb weniger Tage komplett gelöscht hatte.

Mehrere Stunden dauerte es, ehe die Einsatzkräfte den zweiten Brand innerhalb weniger Tage komplett gelöscht hatte. © Feuerwehr Mutlangen

Trotz der hohen medialen Präsenz und mehrerer Zeugenaufrufe haben die zuständigen Beamten der Kriminalpolizei jedoch bislang keinen Täter ermitteln können. Auch sachdienliche Hinweise habe es keine gegeben. "Die Ermittlungen dauern an", sagt der Erste Polizeihauptkommissar, der jedoch keinen Hehl daraus macht, dass sich ebendiese in derartigen Fällen kompliziert präsentieren: "Die Ursachenforschung ist regelmäßig schwierig und hängt auch stark vom Zerstörungsgrad der Brandörtlichkeit ab", so der Polizeisprecher.

Grundsätzlich werde in der Regel nach dem sogenannten Ausschlussprinzip vorgegangen – man stelle also fest, welche möglichen Ursachen ausgeschlossen werden können. "Es werden Spuren gesucht und gesichert sowie Personen vernommen. Daraus ergeben sich dann gegebenenfalls Ermittlungsansätze oder Hinweise."

Wann startet die Sanierung?

Wann die beschädigte Brücke saniert wird – und ob dann wieder mit einer Sperrung der B 298 gerechnet werden muss – können die Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Stuttgart derzeit noch nicht sagen.

Wann die beschädigte Brücke saniert wird – und ob dann wieder mit einer Sperrung der B 298 gerechnet werden muss – können die Verantwortlichen des Regierungspräsidiums Stuttgart derzeit noch nicht sagen. © Feuerwehr Mutlangen

Erhöhte Polizeipräsenz in und um Mutlangen gibt es derzeit offenbar nicht: "Die Polizei ist im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung sowie Streifentätigkeit auch regelmäßig in Mutlangen präsent, die Brände sind bekannt. Im Zuge dessen achten die Kolleginnen und Kollegen auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge", so Holger Bienert. 

Die Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart kann auf Nachfrage derzeit noch nicht benennen, welche Sanierungsarbeiten an der beschädigten Brücke genau notwendig sind und wann jene ausgeführt werden. Um dies festzustellen, nähmen Fachleute derzeit weitere Untersuchungen vor. Sobald Genaueres bekannt sei, werde man die Öffentlichkeit informieren. 

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