Vaisha Bernard ist der weltweit beste Sicherheitsforscher im Microsoft-Ranking. Der Hacker aus den Niederlanden fand allein in drei Monaten 52 wichtige und kritische Sicherheitslücken und meldete sie Microsoft, bevor Kriminelle sie ausnutzen konnten.
Das niederländische Sicherheitsunternehmen Eye Security beschäftigt Vaisha Bernard als "Chief Hacker".
Foto: Eye Security
Vaisha Bernard ist der weltweit beste Sicherheitsforscher im Microsoft-Ranking. Der Hacker aus den Niederlanden fand allein in drei Monaten 52 wichtige und kritische Sicherheitslücken und meldete sie Microsoft, bevor Kriminelle sie ausnutzen konnten.
Hacker klingt normalerweise nach Gefahr. Bei Vaisha Bernard ist es genau umgekehrt: Der „Chief Hacker“ des niederländischen IT-Sicherheitsunternehmens
Eye Securitysucht gezielt nach Schwachstellen, um sie zu schließen. Microsoft setzte ihn für das vierte Quartal 2025 auf Platz eins seines weltweiten Security-Researcher-Leaderboards. Dafür meldete Bernard 52 kritische und wichtige Sicherheitslücken.
Was macht Bernard dabei eigentlich? Vereinfacht gesagt: Er versucht, Microsofts Programme und Dienste so zu knacken, wie es auch ein Angreifer tun würde. Findet er eine Schwachstelle, meldet er sie Microsoft vertraulich. Das Unternehmen kann die Lücke dann untersuchen und beheben, bevor Cyberkriminelle sie für Angriffe missbrauchen. Bewertet werden dabei unter anderem die Bedeutung, Schwere und technische Qualität der gemeldeten Sicherheitslücken. Microsoft bezeichnet die Sicherheitsforscher-Gemeinschaft als wichtige Verteidigungslinie gegen moderne Cyberangriffe.
Bernards Erfolg ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Spitzenplätze des Rankings in den vergangenen Jahren häufig an Forscher aus China gingen. Bernard ist zudem der erste Sicherheitsforscher aus den Niederlanden, der den ersten Platz erreicht hat. Besonders interessant: Er war nicht nur im Gesamt-Ranking erfolgreich, sondern landete im gleichen Quartal auch bei der Sicherheitsforschung rund um Microsoft Azure und Dynamics unter den Top-Forschern.
Für normale Nutzer bedeutet der Erfolg vor allem eines: Ein guter Hacker muss nicht der Böse sein. Im Gegenteil. Bernard sucht die digitalen Hintertüren, bevor Kriminelle sie finden – und hilft damit, Millionen von Unternehmen und Nutzern besser zu schützen.