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Monoblock oder Split-Klimaanlage? So hoch sind die Stromkosten

Дата публикации: 31-07-2026 15:15:00

Monoblock oder Split-Klimaanlage? Eine Modellrechnung zeigt, welches Gerät mehr Strom benötigt und fast 200 Euro höhere Kosten verursacht.

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Kühlgeräte im Kostencheck

Monoblock- und Split-Klimaanlagen unterscheiden sich deutlich bei Bauweise, Effizienz und laufenden Kosten.

Foto: COMPUTER BILD, Hisense, Daikin

Monoblock oder Split-Klimaanlage? Eine Modellrechnung zeigt, welches Gerät mehr Strom benötigt und fast 200 Euro höhere Kosten verursacht.

Die hohen Temperaturen steigern die Nachfrage nach

Klimaanlagen

. Nach Angaben von 1Komma5° stiegen die Google-Suchanfragen nach Klimaanlagen innerhalb von vier Wochen um 500 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 200 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig fragen sich viele Verbraucher, wie stark die Geräte ihre Stromrechnung belasten. Besonders deutlich unterscheiden sich mobile Monoblock-Klimaanlagen und fest installierte Split-Klimaanlagen beim Verbrauch. Eine Modellrechnung zeigt: Im untersuchten Szenario verursacht das mobile Gerät fast 200 Euro höhere Stromkosten pro Jahr.

Die besten mobilen Klimaanlagen

Monoblock verbraucht mehr als dreimal so viel Strom

Für den Kostenvergleich nimmt 1Komma5° an, dass alle betrachteten Geräte an 70 Tagen im Jahr jeweils acht Stunden laufen. Die gesamte Betriebsdauer beträgt damit 560 Stunden.

Die untersuchte Split-Klimaanlage benötigt in diesem Zeitraum 213 Kilowattstunden (kWh) Strom. Das mobile Monoblock-Gerät kommt dagegen auf 750 kWh. Sein Stromverbrauch liegt damit mehr als dreimal so hoch.

Bei einem angenommenen Strompreis von 0,37 Euro pro kWh entstehen für die Split-Klimaanlage jährliche Stromkosten von 78,74 Euro. Das mobile Gerät verursacht laut Berechnung Kosten von 277,65 Euro. Der Unterschied beträgt 198,91 Euro pro Jahr. Ein

Standventilator

kostet in der Modellrechnung 9,32 Euro pro Jahr, senkt die Raumtemperatur jedoch nicht, sondern bewegt lediglich die Luft.

Die Werte gelten allerdings nur für die ausgewählten Geräte und die Annahmen der Modellrechnung. Der tatsächliche Verbrauch hängt neben dem Gerät unter anderem von der Raumgröße, der Dämmung, der Außentemperatur, der eingestellten Zieltemperatur und der Nutzungsdauer ab.

Grafik zu den durchschnittlichen Stromkosten für Kühlung

Die Modellrechnung zeigt deutliche Unterschiede: Eine mobile Klimaanlage verursacht bei gleicher Nutzungsdauer die höchsten Stromkosten.

Foto: 1Komma5°

Warum Split-Klimaanlagen sparsamer arbeiten

Ein Monoblock vereint die gesamte Kühltechnik in einem Gehäuse. Das Gerät steht im Raum und führt die warme Luft über einen Schlauch nach draußen. Dafür wird der Abluftschlauch meist durch ein geöffnetes oder mit einer Fensterabdichtung versehenes Fenster nach draußen geführt. Durch undichte Stellen kann erneut warme Außenluft in den Raum gelangen. Dadurch steigt der Kühlbedarf und das Gerät muss länger laufen.

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Eine Split-Klimaanlage besteht dagegen aus einer Innen- und einer Außeneinheit. Sie transportiert die Wärme über Kältemittelleitungen zur Außeneinheit. Dadurch arbeitet sie in der Regel effizienter und benötigt für die gleiche Kühlwirkung weniger Energie.

Mobile Klimageräte haben dennoch Vorteile. Sie lassen sich ohne feste Montage aufstellen und können in unterschiedlichen Räumen genutzt werden. Split-Klimaanlagen müssen dagegen fest eingebaut werden. Hinzu kommen höhere Anschaffungs- und Installationskosten, die in der Modellrechnung nicht enthalten sind.

Mit Solarstrom sinken die laufenden Kosten

Besonders niedrig fallen die berechneten Kosten aus, wenn die Split-Klimaanlage mit einer Photovoltaikanlage, einem

Batteriespeicher

und einer

intelligenten Steuerung

verbunden ist. Das System lässt die Klimaanlage bevorzugt dann arbeiten, wenn die Solaranlage Strom erzeugt. Am Abend kann das Gerät Energie aus dem Speicher nutzen.

Für selbst erzeugten Solarstrom setzt 1Komma5° Kosten von 0,06 Euro pro kWh an. In Zeiten ohne eigene Solarproduktion kann das System Strom aus dem Batteriespeicher oder bei günstigen Preisen aus dem öffentlichen Netz nutzen. Zehn Prozent des Energiebedarfs werden laut Modellrechnung zum durchschnittlichen Börsenstrompreis gedeckt. Der direkte Netzbezug sinkt dadurch auf 21 kWh. Die jährlichen Stromkosten liegen unter diesen Bedingungen bei 16,45 Euro.

"Moderne Klimaanlagen sind im Grunde hocheffiziente Wärmepumpen, die aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Kühlleistung herausholen", sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1Komma5°. "Wer bereits eine Solaranlage besitzt, kann Batteriespeicher und oder eine intelligente Steuerung in den allermeisten Fällen problemlos nachrüsten. Das reduziert die Stromkosten einer Klimaanlage auf das Level eines Ventilators."

Die Modellrechnung hat klare Grenzen

Die niedrigen Kosten von 16,45 Euro lassen sich allerdings nicht auf jeden Haushalt übertragen. Sie setzen eine vorhandene Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher und eine passende Steuerung voraus. Die Anschaffung, Installation und Wartung dieser Technik berücksichtigt der Vergleich nicht.

Auch die Kosten von 78,74 Euro und 277,65 Euro sind keine allgemeingültigen Durchschnittswerte. Sie beziehen sich auf konkrete Geräte und eine feste Nutzungsdauer. Der Vergleich zeigt dennoch deutlich: Unter identischen Bedingungen benötigt das untersuchte Monoblock-Gerät wesentlich mehr Strom als die Split-Klimaanlage. Wer häufig kühlt, sollte deshalb nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die laufenden Stromkosten berücksichtigen.

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