Hohe Aktionszinsen locken viele Sparer aufs Tagesgeldkonto. Doch nach wenigen Monaten zahlen manche Banken nur noch 0,60 oder 0,75 Prozent p. a. Wer das Ende der Zinsgarantie verpasst, lässt deshalb schnell viel Rendite liegen.
Aktionsangebote beim Tagesgeld können verlockend sein
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Hohe Aktionszinsen locken viele Sparer aufs Tagesgeldkonto. Doch nach wenigen Monaten zahlen manche Banken nur noch 0,60 oder 0,75 Prozent p. a. Wer das Ende der Zinsgarantie verpasst, lässt deshalb schnell viel Rendite liegen.
Hohe Tagesgeldzinsen sehen gut aus – halten aber oft nicht lange. Viele Banken locken Neukunden und Neukundinnen mit attraktiven Aktionen, senken den Zins danach jedoch drastisch. Wer nicht rechtzeitig reagiert, verliert schnell Kaufkraft. COMPUTER BILD zeigt, welche Banken nach der Aktion besonders niedrige Zinsen zahlen – und wie Sparerinnen und Sparer gegensteuern können.
Mehrere Banken werben mit hohen Aktionszinsen, senken die Verzinsung danach aber deutlich. Bei der ING fällt der Tagesgeldzins nach vier Monaten von 3,20 auf aktuell 0,75 Prozent p. a. Bei der Consorsbank folgen auf 3,40 Prozent für fünf Monate derzeit 1,00 Prozent p. a. Auch bei der Postbank sinkt der Zins nach der sechsmonatigen Aktion von 3,20 auf 0,75 Prozent p. a. Besonders niedrig liegt der Anschlusszins der 1822direkt: Nach 2,80 Prozent für sechs Monate gibt es aktuell nur noch 0,60 Prozent p. a.
Für Sparer bedeutet das: Wer nach Ablauf der Zinsgarantie nicht aktiv wird, verliert schnell Rendite. Gerade bei größeren Guthaben kann sich der Unterschied zu einem besser verzinsten Tagesgeldkonto auf mehrere Hundert Euro pro Jahr summieren.
Eine bewährte Strategie ist der geplante Wechsel nach Ende der Aktionsphase. Sparer sollten sich den Ablauf der Zinsgarantie notieren und rechtzeitig prüfen, ob es ein besseres Angebot gibt. Da Tagesgeld jederzeit verfügbar ist, entstehen weder Kündigungsfristen noch Kosten.
Wer den Aufwand eines häufigen Kontowechsels vermeiden möchte, kann bereits bei der Kontoeröffnung gezielt auf Anbieter achten, die nicht nur mit hohen Startzinsen werben, sondern auch nach der Aktionszeit solide Konditionen bieten.
Die Suresse Direkt Bank zahlt Neukunden aktuell 3,50 Prozent p. a. für sechs Monate auf Guthaben bis 250.000 Euro. Danach gilt der variable Basiszins von derzeit 2,05 Prozent p. a. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Damit ist der Anschlusszins deutlich höher als bei ING, Norisbank, Postbank oder 1822direkt
Einen noch etwas höheren Standardzins bietet derzeit die Bigbank. Neukunden erhalten zunächst 3,25 Prozent p. a. für vier Monate. Anschließend wird das Guthaben variabel mit aktuell 2,25 Prozent p. a. verzinst. Der Aktionszins gilt für Guthaben bis 250.000 Euro, über die estnische Einlagensicherung sind jedoch höchstens 100.000 Euro je Kunde geschützt.
Ein hoher Aktionszins kann sich lohnen, wenn Sparer den Anschlusszins im Blick behalten und bei Bedarf wechseln. Wer das Geld dagegen länger bei einer Bank liegen lassen möchte, sollte nicht allein auf die groß beworbene Prozentzahl achten. Ein etwas niedrigerer Startzins kann über einen längeren Zeitraum attraktiver sein, wenn danach ein deutlich besserer Standardzins gilt.
Entscheidend ist deshalb die Gesamtrendite über den geplanten Anlagezeitraum. Neben Aktionsdauer und Anschlusszins zählen auch Anlagegrenze, Einlagensicherung und Zinsgutschrift. Welche Banken aktuell gute Konditionen bieten, zeigt der Tagesgeld-Vergleich von COMPUTER BILD.
Stellantis Bank
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Suresse Direkt Bank
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J&T Direktbank
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Deutsche Industriebank
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