Johann Lafer kämpft gegen die Folgen seiner Krebsbehandlung. Der TV-Koch spricht nun offen darüber, wie stark ihn die Therapie im Alltag einschränkt. Besonders ein Verlust belastet ihn dabei schwer.
Johann Lafer kämpft gegen die Folgen seiner Krebsbehandlung. Der TV-Koch spricht nun offen darüber, wie stark ihn die Therapie im Alltag einschränkt. Besonders ein Verlust belastet ihn dabei schwer.
Johann Lafer geht offen mit seiner Krebserkrankung um. Nachdem der TV-Koch Ende Juni öffentlich gemacht hat, an Lymphdrüsenkrebs zu leiden, berichtet er nun im Podcast „Rolling Pin Talks“ von den Herausforderungen, die die Behandlung mit sich bringt.
Im Gespräch mit Ursula Macher erklärt der 68-Jährige, dass es ihm „den Umständen entsprechend gut“ gehe. Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Chemotherapie ihren Preis hat. „Eine Therapie, die so gravierend ist, wie bei mir mit der Chemotherapie, hat zur Folge, dass es nicht jeden Tag gleich gut geht. Das sind Phasen“, sagt Lafer. Manche Tage seien besser, andere schlechter.
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Besonders hart trifft den bekannten Koch eine Folge der Behandlung, die für viele Menschen selbstverständlich erscheint: der Verlust des Geschmacks.
„Das Schlimmste für mich ist nicht die körperliche Konstruktion, sondern ich habe keinen Geschmack und kann nichts essen und habe offene Finger“, berichtet Lafer. Für jemanden, der sein Leben dem Kochen und Genießen gewidmet hat, sei das besonders schwer zu verkraften.
„Ich lebe für den guten Geschmack. Das ist verdammt hart“, erklärt der TV-Star. Die Einschränkungen gehen mittlerweile so weit, dass er beim Essen auf Unterstützung angewiesen ist. „Mit Strohhalm essen zu wollen oder zu jemandem zu sagen: ,Kannst du mir das pürieren, weil ich es sonst nicht essen kann?‘ Das ist verdammt schwer.“
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Die Diagnose erhielt Lafer nach eigenen Angaben bereits vor rund zweieinhalb Jahren. Öffentlich sprach er jedoch erst Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni über seine Erkrankung. Damals erklärte er auf Instagram, die Nachricht habe ihn „wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ getroffen.
Heute bereut Lafer seine Offenheit nicht. Im Gegenteil: Das öffentliche Bekenntnis habe ihm Erleichterung verschafft.
„Es hat mich dann befreit, weil ich jetzt einfach dazu stehe“, sagt er im Podcast. Lange habe er Ausreden finden und Fragen zu seinem Gesundheitszustand ausweichen müssen. Zwar sei die Erkrankung für ihn ein sehr persönliches Schicksal, dennoch hofft er, dass sein Umgang damit anderen Menschen Mut machen kann.