Nach rund 150 Jahren der Abschottung wird das Gelände der ältesten landwirtschaftlichen Schule Israels schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Nach rund anderthalb Jahrhunderten der Abschottung wird das Gelände der ältesten landwirtschaftlichen Schule Israels schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein neuer Bebauungsplan sieht die schrittweise Öffnung von Wegen für Fußgänger und Radfahrer vor.
Das historische Areal der landwirtschaftlichen Schule Mikwe Israel öffnet nach jahrzehntelanger Sperrung seine Pforten für den Fuß- und Radverkehr. Wie das Wirtschaftsportal „Calcalist“ berichtet, hat der zuständige Einspruchsausschuss des Nationalen Planungsrats sämtliche Einwände gegen den neuen Bebauungsplan abgewiesen. Damit ist der Weg frei für eine stufenweise Öffnung des über 3000 Dunam großen Geländes zwischen Tel Aviv, Holon, Azor und dem Ariel-Sharon-Park.
Der beschlossene Zeitplan sieht vor, dass in den kommenden zwei Jahren ein erster Übergang vom westlichen Eingang in Holon bis zum Ariel-Sharon-Park entsteht. In einer zweiten Phase soll nach fünf Jahren ein südlicher Zugang folgen, der den historischen Kern östlich umgeht. Ein dritter Schritt ist nach sieben Jahren geplant, bei dem ein Zugang durch den botanischen Garten führt, sofern der Schulbetrieb dadurch nicht gefährdet wird.
Das Gremium wies Forderungen von Anwohnern und der Stadt Holon zurück, noch größere Flächen wie Wälder und historische Gebäude freizugeben. Nach Angaben von „Calcalist“ betonte der Ausschuss, dass das gesetzliche Ziel von Mikwe Israel der Schutz des Schulbetriebs sei und das Gelände kein öffentlicher Park werden dürfe. Auch ein Einwand der Schule wurde abgewiesen, wonach eine Durchquerung ohne pädagogischen Zweck unzulässig sei.
Auf den Bau von durchgehenden Zäunen entlang der neuen Wege wird zunächst verzichtet, um das Landschaftsbild nicht zu stören. Ein eventueller Bedarf soll erst im Rahmen der Baugenehmigungen geprüft werden. Die Nutzung der Durchgänge wird vorerst auf Zeiten beschränkt, in denen kein Unterricht stattfindet, wobei die Planer die Beteiligten dazu aufrufen, eigenständige Vereinbarungen für die Öffnungszeiten zu treffen.