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Bundesamt für Strahlenschutz: In Wohnungen steigt das Lungenkrebsrisiko durch Radon

Дата публикации: 01-12-2025 06:18:00

Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz gehen viele tödliche Lungenkrebsfälle auf Radon zurück. Besonders im Winter steigt die Belastung in Innenräumen an.

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Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gehen mehr als sechs Prozent aller tödlichen Lungenkrebsfälle auf Radon in Wohnungen zurück. Besonders im Winter steigt die Belastung mit dem unsichtbaren Gas in Innenräumen an. Wie Sie vorbeugen können.

Im Winter, wenn die Fenster länger geschlossen bleiben, hält sich die Wärme in der Wohnung – und mit ihr ein Risiko, das niemand riecht oder sieht: Radon. Nach Schätzungen sind rund zwei Millionen Menschen in Deutschland dauerhaft erhöhten Konzentrationen dieses radioaktiven Gases ausgesetzt.  

Meist liegt die Belastung in Wohnräumen im Jahresmittel bei rund 65 Becquerel (Maßeinheit der "Aktivität" eines radioaktiven Stoffes) pro Kubikmeter, doch einzelne Häuser können deutlich darüber liegen. Brisant wird das vor allem, weil das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland jährlich bis zu 2800 Todesfälle durch Radon schätzt. Für Raucher steigt die Gefahr besonders stark: Tabakrauch und Radon wirken zusammen und erhöhen das Lungenkrebsrisiko spürbar. 

"Erhöhte Radon-Werte in Wohnräumen sind ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko", warnt Bernd Hoffmann, Experte beim BfS. Die Konzentration wird in Becquerel pro Kubikmeter Raumluft gemessen. Liegt der Jahresmittelwert über 300 Becquerel pro Kubikmeter, sollten Gegenmaßnahmen geprüft werden. Doch auch darunter lässt sich die Belastung oft noch senken.

Radonbelastung können Sie selbst messen 

Eine Messung ist einfach und günstig. Passive Messgeräte – kleine Kunststoffdosen, die über mehrere Wochen oder Monate im Raum stehen – erfassen die Strahlung, ohne Strom zu benötigen. Nach der Messung werden sie an ein Labor geschickt, das die Werte auswertet. Die Kosten liegen zwischen 30 und 50 Euro pro Raum.

Empfohlen wird, in den Räumen zu messen, in denen man sich häufig aufhält: 

  • im Wohnzimmer,
  • Schlafzimmer
  • oder im Arbeitszimmer, wenn regelmäßig von zu Hause gearbeitet wird. 

Für besonders genaue Ergebnisse eignet sich eine Messdauer von zwölf Monaten. Eine kürzere Messung über die Heizperiode liefert aber bereits verlässliche Daten. "Wenn die Radon-Werte im Winter niedrig sind, kann man recht sicher sein, dass sie es im Sommer auch sind", erklärt Hoffmann.

Frische Luft und dichte Fugen: So einfach schützen Sie sich

Wer erhöhte Werte misst, muss nicht in Panik geraten, sollte aber handeln. Regelmäßiges Stoßlüften hilft, radonhaltige Luft gegen Frischluft auszutauschen. In vielen Fällen kommt das Gas aus dem Boden. Kleine bauliche Maßnahmen wie das Abdichten von Rissen oder Fugen zwischen Keller und Erdgeschoss können die Belastung deutlich verringern.

"Es gibt ganz klassische Eintrittsstellen, die man selbst erkennen kann: Rohrdurchführungen, Risse in der Bodenplatte oder Kellerwänden", erklärt Hoffmann. Wenn einfache Maßnahmen nicht ausreichen, können Fachleute prüfen, wie Radon unterhalb des Hauses abgeleitet wird – etwa über eine Drainage oder technische Lüftungssysteme.

Die Belastung ist regional unterschiedlich. In Gegenden mit uranhaltigem Gestein, etwa im Erzgebirge, im Bayerischen Wald oder im Schwarzwald, tritt Radon häufiger auf. Wer wissen möchte, ob der eigene Wohnort betroffen ist, kann die Radon-Karten des BfS nutzen. Dort lässt sich per Postleitzahl prüfen, wie hoch die durchschnittliche Belastung in der Umgebung ist.

Von Eva Schmitt

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