Federica Brignone kämpft nach ihrer schweren Verletzung weiter mit Schmerzen. An ein Karriereende nach den nächsten Winterspielen denkt die Doppel-Olympiasiegerin bereits jetzt.
Von nachrichten.at, 16. Juli 2026, 11:05 Uhr
OÖNachrichten als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Federica Brignone kämpft nach ihrer schweren Verletzung weiter mit Schmerzen. An ein Karriereende nach den nächsten Winterspielen denkt die Doppel-Olympiasiegerin bereits jetzt.Brignone hat sich nach ihrer schweren Verletzung im April 2025 eindrucksvoll zurückgemeldet. Trotz anhaltender Beschwerden gewann die Italienerin bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo Gold im Riesenslalom und im Super-G. Wenige Wochen nach den Spielen beendete sie ihre Saison jedoch vorzeitig. Nun arbeitet die Doppel-Olympiasiegerin an einer weiteren Rückkehr.
Training mit EinschränkungenSeit Mitte Mai steht Brignone wieder im Training. An ihr gewohntes Pensum ist allerdings noch nicht zu denken. Im Gespräch mit L’Équipe schilderte die Italienerin ihre aktuelle Situation: "Ich kann Rad fahren, schwimmen und ins Fitnessstudio gehen, aber ich kann nicht laufen und mich kaum belasten. Meine Muskeln haben sich wieder aufgebaut, es wird immer besser, aber ich bin noch lange nicht wieder so fit wie vorher. Ich habe ständig Schmerzen."
Dennoch möchte sie bereits im August wieder auf Skiern stehen. "Ich werde es versuchen. Ich weiß noch nicht, ob ich die kommende Saison machen kann", sagte Brignone. Ihr Ziel sei es, zumindest am Trainingslager der italienischen Mannschaft teilzunehmen.
Körperliche GrenzenOb dieses Vorhaben gelingt, ist derzeit offen. Brignone macht keinen Hehl daraus, dass sie weiterhin mit den Folgen ihrer Verletzung zu kämpfen hat. "Wenn ich so leide wie in der vergangenen Saison, wird das nicht auszuhalten sein", erklärte sie. Zugleich zog sie eine ernüchternde Bilanz: "Mein Körper wird sich nie komplett davon erholen."
Dass ihr unter diesen Voraussetzungen Olympiasiege gelangen, bezeichnet sie selbst als außergewöhnlich. "Es war komplett verrückt, überhaupt am Start zu sein – nach nur ein paar Rennen im Weltcup und ein paar Tagen Training, weil ich zu große Schmerzen hatte, um mehr zu machen."
Keine Spiele 2030Der Italienerin ist bewusst, dass jeder Start auf höchstem Niveau ein erhebliches Verletzungsrisiko mit sich bringt. "Sobald du auf Topniveau Ski fährst, riskierst du, dich zu verletzen. Die ganze Zeit", sagte sie.
Auch deshalb schließt Brignone eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2030 aus. "Ich bin sicher, dass ich nicht dort sein werde, zumindest nicht als Sportlerin. Das ist zu weit weg. Ich will etwas anderes machen, reisen – und Sport treiben, aber ohne Zwänge."
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