Ralf Aron feiert ein bemerkenswertes Comeback am Nürburgring. Fünf Monate nach einem Unfall in Australien, bei dem er sich zwei Wirbel brach, gewinnt der AMG-Werksfahrer gemeinsam mit Luca Stolz den siebten NLS-Lauf.
Nürburgring · Ralf Aron feiert ein bemerkenswertes Comeback am Nürburgring. Fünf Monate nach einem Unfall in Australien, bei dem er sich zwei Wirbel brach, gewinnt der AMG-Werksfahrer gemeinsam mit Luca Stolz den siebten NLS-Lauf.
Gelungenes Comeback für Ralf Aron nach seinem schweren Unfall zu Saisonbeginn im australischen Bathurst. Gemeinsam mit Luca Stolz gewann der aus Estland stammende AMG-Werksfahrer auf dem Winward-Mercedes-AMG GT3 den siebten Lauf zur Nürburgring-Langstrecken-Serie. Den zweiten Rang sicherte sich mit einem Rückstand von 40 Sekunden das Trio Jens Klingmann, Ugo de Wilde und Tim Tramnitz auf einem Schubert-BMW. Der letzte Podestrang ging an Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira auf einem Black-Falcon-Porsche.
„Das Comeback ist perfekt. Davon habe ich im Vorfeld nicht einmal zu träumen gewagt“, freute sich Aaron nach dem Rennen. Der 28-Jährige hat in den vergangenen fünf Monaten einen schweren Weg zurückgelegt. Bei den 12 Stunden von Bathurst im Februar war er in Führung liegend in einer unübersichtlichen Kurve mit einem havarierten Fahrzeug kollidiert. Aaron brach sich bei dem Unfall zwei Wirbel. „Ich hatte das Gefühl, mein Rücken sei gebrochen“, berichtete er später. Bei solchen Verletzungen versucht der Fahrer, sich nicht zu bewegen, und wartet auf das Bergungsteam. Das war jedoch nicht möglich, weil sein Fahrzeug in Brand geriet. Aaron krabbelte aus dem Auto und dann auf allen Vieren weiter zum Zaun der Streckenbegrenzung, den er auch noch überwand. Die folgenden zwei Monate verbrachte er meist auf dem Rücken liegend.
Bereits im Qualifying zeigte Aron jedoch, dass er nichts verlernt hat. Mit 7:51.506 Minuten eroberte er die Poleposition. Allerdings blieben insgesamt 19 Autos unter der Schallmauer von acht Minuten, sodass es für das Rennen über sechs Stunden keinesfalls nach einem Spaziergang für Aron und Stolz aussah. Im Großen und Ganzen war es das aber. Der Winward-Mercedes übernahm nach dem Start die Führung, während sich die nachfolgenden Piloten in Zweikämpfe verbissen. „Wir lagen zwischendurch zwar in Schlagdistanz, aber immer, wenn wir näher kamen, konnten sie noch einmal nachlegen“, gab der zweitplatzierte Jens Klingmann zu Protokoll. Einen möglichen Podestplatz verloren Frank Stippler und Vincent Kolb, die sich in einem Ford Mustang des HRT-Teams abwechselten, durch einen kuriosen Unfall. In einer Kurve waren zwei Streckenposten zu sehen, nämlich die Posten Nr. 36 und Nr. 37. Stippler schaute (richtigerweise) auf Posten Nr. 36, der die gelbe Flagge schwenkte und bremste. Der dahinter fahrende Adam Christodoulou schaute auf Posten Nr. 37, der bereits grün schwenkte und die Strecke freigab. Christodoulou gab Gas und fuhr auf den Mustang auf.
Nächster Start wohl mit Valentino Rossi
Die Fahrer aus der Region schlugen sich wacker, allen voran Ben Bünnagel. Der Beueler fuhr mit seinen Mitstreitern Martin Rump und Noah Nagelsdiek auf dem Mühlner-Porsche auf den sechsten Gesamtrang. Der Bonner Roman Schiemenz fuhr auf einem BMW 325i in seiner Klasse auf den zweiten Rang. Der Bonner Horst Baumann fuhr auf dem Schmickler-Porsche in seiner Klasse auf den vierten Rang. Der Bornheimer Tobias Jung wurde auf einem Cupra Leon in seiner Klasse Dritter.
Die nächste NLS-Veranstaltung findet als „Double-Header“ am 12. und 13. September statt. Dann wird wohl auch der mehrfache Motorradweltmeister Valentino Rossi an den Start gehen.
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