Auch in Japan steigen die Temperaturen. Am Dienstag wurde es so heiß, dass erstmals „Kokushobi” ausgerufen wurde. Dieser neue Begriff wurde im April von der japanischen Wetterbehörde eingeführt.
Auch in Japan steigen die Temperaturen. Am Dienstag wurde es so heiß, dass erstmals „Kokushobi” ausgerufen wurde. Dieser neue Begriff wurde im April von der japanischen Wetterbehörde eingeführt.
Japan hat am Dienstag erstmals offiziell einen sogenannten „Kokushobi“ verzeichnet, also einen „grausam heißen Tag“ mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. Dies berichtet der britische „Guardian“. Der neue Begriff wurde im April von der japanischen Wetterbehörde eingeführt, um besser vor extremer Hitze zu warnen. Früher galt diese als Ausnahme, inzwischen tritt sie jedoch deutlich häufiger auf.
In den Städten Gujo, Tajimi und Toyota wurden 40 Grad oder mehr gemessen, teils mit neuen lokalen Rekordwerten. Landesweit registrierten zudem 278 von 914 Wetterstationen über 35 Grad.
Die Folgen der Hitze sind bereits deutlich spürbar. Bereits im Jahr 2024 überschritt die Zahl der Hitzetoten in Japan erstmals die Marke von 2000, während zwischen Mai und September mehr als 100.000 Menschen wegen Hitzeschäden ins Krankenhaus kamen. Auch Landwirtschaft und Alltag verändern sich: Die Qualität des Reises und die Erträge leiden, weshalb Landwirte zunehmend auf hitzeresistentere Sorten oder neue Kulturen wie Avocados setzen.
Die extreme Erwärmung wirkt sich laut „Guardian“ auch auf Sport, Arbeitswelt und Zukunftsplanung aus. Studien warnen, dass Schulsport im Freien ohne drastische Emissionssenkungen bis zu den 2060er Jahren kaum noch möglich sein könnte. Laut der Wetterbehörde sind die durchschnittlichen Sommertemperaturen in Japan in den vergangenen 100 Jahren um etwa 1,3 Grad gestiegen.
Im Japanischen existiert dafür bereits das Wort „mushiatsui“, was so viel wie „schwül-heiß“ oder „dampfig heiß“ bedeutet. Der neue Begriff „Kokushobi“ geht jedoch noch weiter: Er beschreibt eine Hitze, die körperlich und gesundheitlich gefährlich werden kann. Mit der Einführung des Begriffs „Kokushobi“ möchte die japanische Wetterbehörde deutlicher vor den gesundheitlichen Risiken extremer Hitze warnen und gleichzeitig sichtbar machen, wie stark sich das Klima verändert.
Wenn in Japan die Temperaturen grausam hoch steigen, greifen die Menschen auf einfache, bewährte Mittel zurück, um ihre Umgebung zu kühlen. Einige dieser Techniken lassen sich auch in deutschen Haushalten umsetzen.
Keinen direkt kühlenden, aber einen psychologischen Effekt haben Windspiele, auf Japanisch Fūrin, die bei leichtem Wind ein helles Klingeln erzeugen. Das Geräusch wird kulturell mit Frische assoziiert.
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