Elin erlebt den wachsenden Kreuzfahrttourismus in Longyearbyen, der nördlichsten dauerhaft bewohnten Siedlung der Welt. Die Lokalpolitik will die Schiffsanläufe besser über die Saison verteilen.
Elin erlebt den wachsenden Kreuzfahrttourismus in Longyearbyen, der nördlichsten dauerhaft bewohnten Siedlung der Welt. Die Lokalpolitik will die Schiffsanläufe besser über die Saison verteilen.
Elin A. Amundsen hat seit 2002 eine Wohnung in Longyearbyen, einer Siedlung auf Spitzbergen in der norwegischen Arktis. Sie erlebt hautnah, wie es ist, wenn Touristen von Kreuzfahrtschiffen und Expeditionsbooten in die Stadt kommen. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Rundfunk Norwegens NRK.
„Im Moment sind enorm viele Schiffe hier“, schildert sie und erklärt, dass sich die Menschen in der Stadt in langen Schlangen durch die Straßen bewegen, mitten auf der Fahrbahn und auf beiden Seiten. „Wir, die hier ein Haus haben, ziehen uns oft nach drinnen zurück.” Zudem sorgt sich Elin um empfindliche Natur.
Das Thema hat bereits die Politik erreicht. Der Lokalratsvorsitzende Terje Aunevik stellt jedoch fest, dass die Kreuzfahrtbranche auf Spitzbergen bereits einen Rückgang erlebt. Ihm zufolge arbeitet die Lokalverwaltung daran, die Ankunftsage der Schiffe zu verteilen.
„Der Tourismus trägt dazu bei, diese Gemeinde spannend zu machen. Er sorgt für das kulturelle Angebot und die Treffpunkte, die wir hier haben, mit Restaurants und einer großen Auswahl an Geschäften”, sagt er zu den Vorteilen. Zudem würde die Branche jährlich über eine Milliarde Kronen einnehmen (umgerechnet rund 90 Millionen Euro) und eine wichtige Lebensgrundlage für viele Einwohner darstellen, berichtet NRK.
Mit mehr als 1000 Einwohnern gilt Longyearbyen laut als nördlichste Siedlung der Welt, schreibt das norwegische Reise- und Schifffahrtsunternehmen Hurtigrouten. Vom Hafen aus sollen es rund zwei Kilometer bis ins Zentrum sein – ein Spaziergang von zehn bis 15 Minuten. Dank des Spitzbergenvertrags habe sich der Ort zu einer internationalen Gemeinschaft entwickelt und sei heute ein wichtiger Standort für Forschung, Expeditionen und Tourismus.
Besuchern ist es Hurtigrouten zufolge unter anderem möglich, das Svalbard-Museum und die nördlichste Brauerei zu besuchen sowie die arktische Tierwelt zu beobachten. Dazu gehören Wale, Walrosse und Spitzbergen-Rentiere.
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