Ein bankrotter Tierpark in Kanada hatte gewarnt, 30 Belugas müssten eingeschläfert werden. Sechs Tiere wurden erfolgreich umgesiedelt, nun ziehen sieben weitere Weibchen nach Texas.
Eines der sieben Beluga-Weibchen wird im Meeres-Themenpark in Ontario von Experten mithilfe einer Schlinge auf einen Lastwagen verladen.
Foto: Carlos OsorioNiagara Falls · Ein bankrotter Tierpark in Kanada hatte gewarnt, 30 Belugas müssten eingeschläfert werden. Sechs Tiere wurden erfolgreich umgesiedelt, nun ziehen sieben weitere Weibchen nach Texas.
Sieben weitere Beluga-Wale haben einen umstrittenen Tierpark in Kanada verlassen und werden Berichten zufolge nun von Experten in Aquarien in die USA verlegt. Die Weibchen würden allesamt ins texanischen San Antonio umgezogen, berichtete der kanadische Sender CBC unter Berufung auf den kanadischen Tierpark.
Vor etwa zwei Wochen waren bereits sechs Tiere umgezogen. Laut CBC wurden einige von ihnen ebenfalls nach San Antonio gebracht, andere nach Chicago. Dem Büro der kanadischen Ministerin für Fischerei zufolge wird der Rettungseinsatz von einem Konsortium akkreditierter Aquarien geleitet.
Belugas werden auch als Weißwale bezeichnet, ihre ungewöhnliche Farbe macht sie zu einer der bekanntesten und am leichtesten zu erkennenden Walarten überhaupt. Die Kälber kommen grau oder sogar braun zur Welt und werden erst weiß, wenn sie im Alter von etwa fünf Jahren geschlechtsreif werden.
Belugas sind eher klein und werden drei bis fünf Meter lang. Sie haben eine abgerundete Stirn und keine Rückenflosse und können bis zu 1.500 Kilogramm schwer werden.
2023 starb in dem Park der „einsamste Wal der Welt“
Der „Marineland“-Themenpark hatte seine Tore 2024 für Besucher geschlossen. Im vergangenen Jahr drohte er mit dem Einschläfern seiner dort verbleibenden 30 Wale, wenn er kein Geld von der kanadischen Regierung bekomme. Man sei bankrott und sehe sich nicht mehr in der Lage, für den Unterhalt der Weißwale aufzukommen, hieß es in einem Schreiben.
Tierschützer hatten der Park schon lange wegen seiner Haltungsbedingungen kritisiert. Immer wieder waren dort Tiere gestorben - unter anderem 2023 der Orca Kiska, der zeitweise alleine in einem Betonbecken lebte und deswegen den Spitznamen „einsamster Wal der Welt“ bekam.
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