Atle Lie McGrath hat sich beim Finale der alpinen Skirennfahrer den Sieg im Slalom-Weltcup gesichert. Linus Straßer steigerte sich im zweiten Lauf und machte einige Plätze gut.
Stand: 25.03.2026 • 14:43 Uhr
Atle Lie McGrath hat sich beim Finale der alpinen Skirennfahrer den Sieg im Slalom-Weltcup gesichert. Linus Straßer steigerte sich im zweiten Lauf und machte einige Plätze gut.
Der deutsche Slalom-Spezialist wurde im letzten Saisonrennen in Hafjell (Norwegen) Neunter (+2,38 Sekunden) und schloss den Winter damit einigermaßen versöhnlich ab. Nach seinem Materialwechsel blieb er insgesamt aber hinter den Erwartungen zurück.
Einzig in Kitzbühel hatte es Straßer als Dritter auf das Podium geschafft. Insgesamt stehen für ihn vier Top-10-Platzierungen in dieser Saison zu Buche. Auch bei den Olympischen Spielen blieb eine Medaille außer Reichweite.
Kleine Kristallkugel für McGrath - Tagessieg für HauganDie kleine Kristallkugel für den besten Slalomfahrer der Saison sicherte sich Atle Lie McGrath. Der Norweger verteidigte als Achter seinen Vorsprung in der Disziplinwertung vor dem Franzosen Clement Noel. Den Sieg im Gesamtweltcup hatte zuvor bereits Marco Odermatt (Schweiz) mit großem Vorsprung geholt.
In Timon Haugan hatte ein weiterer Lokalmatador an diesem Tag in Hafjell allen Grund zur Freude. Der 29-Jährige fing im Finale noch den Schweizer Loic Meillard (+0,44 Sekunden) ab und feierte seinen insgesamt sechsten Weltcup-Sieg im Slalom. Eduard Hallberg aus Finnland wurde Dritter (+1,03).
Straßer steigert sich im zweiten LaufStraßer war schon zur Halbzeit des Rennens als 13. weit vom Podest entfernt. Zwar hatte er mit Startnummer zwölf mutig losgelegt und konnte direkt einige Zehntel herausfahren. Dann wurde ihm allerdings die stark nachlassende Piste zum Verhängnis, sodass er im zweiten Teil der Strecke ordentlich Zeit liegenließ.
Im finalen Durchgang war der 33-Jährige dann deutlich dynamischer unterwegs und wackelte einzig bei der Einfahrt in den Zielhang ein wenig. Dennoch konnte er sich damit noch um ein paar Plätze steigern. Für einen Angriff auf das Podest kam die Fahrt aber zu spät.
McGrath weint vor GlückIm Kampf um den Sieg in der Disziplinwertung ließ McGrath zunächst einige Zehntelsekunden liegen und machte damit die Tür für Lucas Pinheiro Braathen weit auf. Der gebürtige Norweger, der im Weltcup für Brasilien startet, hatte sich erst am Vortag die Riesenslalom-Kugel gesichert. Im Slalom zeigte er dann aber Nerven und schied aus.
Weil auch der Franzose Noel nicht mehr entscheidend aufholen konnte, war McGrath die kleine Kristallkugel sicher. Danach wurde es emotional, als der Norweger seinem besten Freund Braathen schluchzend vor Glück in den Armen lag. Wohl auch, weil die größte sportliche Enttäuschung seiner Laufbahn noch gar nicht so lange her ist.
McGraths kurioser Olympia-MomentDenn bei den Olympischen Spielen in Italien hatte McGrath für eine der bemerkenswertesten Szenen gesorgt, als er im Slalom-Finale auf Gold-Kurs liegend nach einem Fahrfehler ausgeschieden war. Im Anschluss hatte der 25-Jährige seine Skistöcke völlig frustriert weggeworfen, war zu Fuß in Richtung Wald gestapft und hatte sich dort resigniert in den Schnee gesetzt.