Die Wettbewerbsklagen gegen Paramounts Warner-Übernahme werden erst im März 2027 verhandelt. Für Paramount wird die Wartezeit teuer.
Der Prozess über die Wettbewerbsklagen gegen die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance beginnt erst am 2. März 2027. Den Verhandlungstermin hat die zuständige Richterin Araceli Martinez-Olguin am US-Bezirksgericht für den Norden Kaliforniens am Dienstag angeordnet.
Angesetzt seien zwölf Verhandlungstage bis zum 19. März 2027, verhandlungsfrei bleiben der 8. und der 15. März, heißt es in der Anordnung. Ein Urteil in dem Kartellstreit ist damit frühestens im Frühjahr 2027 zu erwarten. Zunächst treffen sich die Parteien am 19. August zu einer ersten Anhörung zum Verfahrensablauf.
Kompromiss zwischen den WunschterminenDer Termin stellt einen Kompromiss dar: Paramount hatte auf einen Prozessbeginn im November 2026 gedrängt. Die klagenden Bundesstaaten und die Autoren-Gewerkschaft Writers Guild of America (WGA) hatten den 5. April 2027 vorgeschlagen, berichtet Variety.
Im Juli haben zwölf US-Bundesstaaten unter Führung des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta sowie separat die WGA gegen die geplante Warner-Übernahme geklagt (Az. 4:26-cv-07116). Beide Verfahren führt das Gericht in einem Prozess zusammen. Bis zu einer Entscheidung darf die Übernahme nicht vollzogen werden.
Die Kläger sehen den Wettbewerb bei großen Kinofilmen gefährdet. Die US-Regierung hatte den Zusammenschluss ohne Auflagen genehmigt, die EU-Kommission mit einer Auflage: Paramount hat sich dazu verpflichtet, binnen 13 Monaten ab der Übernahme aus dem mit NBCUniversal geführten Joint Venture United International Pictures auszutreten.
Teure WartezeitFür Paramount bedeutet der späte Termin Kosten und Risiken. Um die Warner-Aktionäre für den Deal zu gewinnen, hatte das Unternehmen ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September zugesagt, bis die Übernahme vollzogen ist. Rund 650 Millionen US-Dollar pro Vierteljahr kommen dadurch zusammen. Rechnerisch würde sich das bis zum Ende des Prozesses auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar belaufen.
Zudem wird die Zeit knapp: Warner und Paramount haben den 4. Juni 2027 als Frist für den Abschluss der Übernahme gesetzt. Verstreicht sie, kann Warner Bros. Discovery den Deal aufkündigen und eine Vertragsstrafe von 7 Milliarden US-Dollar verlangen. Beide Seiten können die Frist allerdings verlängern.
Paramount-Chef David Ellison hat den 111 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss unterdessen erstmals öffentlich verteidigt. In einem Gastbeitrag für die New York Times argumentierte er, das fusionierte Unternehmen käme auf weniger als 20 Prozent der US-Fernsehnutzung und konkurriere mit Netflix, Amazon und Apple.
(dahe)
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Judge Sets Paramount-Warner Bros. Antitrust Trial for March 2027 | 0 | 14.13 | 04-08-2026 |
| 2 | Слияние Paramount и Warner Bros. отложено на год | 0 | 16.04 | 30-07-2026 |
| 3 | Paramount setzt Warner-Übernahme nach Wettbewerbsklagen aus | 0 | 22.5 | 25-07-2026 |
| 4 | Paramount Promises Not To Close Merger During Challenge | 0 | 9.31 | 24-07-2026 |
| 5 | Paramount Promises Not To Close Merger During Challenge | 0 | 9.31 | 24-07-2026 |
| 6 | Paramount и Warner Bros. согласились приостановить слияние до июня 2027 года или решения суда | 0 | 16.28 | 25-07-2026 |
| 7 | Paramount agrees to pause merger during California court case | 0 | 10.4 | 24-07-2026 |
| 8 | Judge says Paramount and Warner must halt merger for at least two weeks, granting states' request | 0 | 8 | 20-07-2026 |
| 9 | Judge says Paramount and Warner must halt merger for at least two weeks, granting states' request | 0 | 6.81 | 20-07-2026 |