Microsofts Windows-Chef verspricht weitere Performance-Updates bis zum Jahresende. Erstmals nennt er 8 GByte RAM als Messlatte.
Erste Performance-Updates sind bereits fertig, weitere sollen bis zum Jahresende folgen. Erstmals nennt Microsofts Vizepräsident für Windows und Geräte, Pavan Davuluri, ein konkretes Ziel bei den angedachten Speicheroptimierungen: Sie sollen auf Systemen ab 8 GByte RAM eine „schnelle und reaktionsfähige Windows-Erfahrung liefern“.
Eine Baustelle sind veraltete Frameworks, mit denen Windows-Bestandteile laufen. Microsoft hat laut eigenem Beitrag bereits begonnen, weitere Oberflächen zur aktuellen WinUI 3 zu überführen, darunter Widgets und die Systemfunktion „Ausführen“. Der Dialog „Automatische Wiedergabe“, etwa beim Einstecken eines USB-Sticks, und weitere Datei- sowie Ordner-Eigenschaften sollen bald folgen.
Weitere Verbesserungen betreffen den Windows-Scheduler, der anfallende Arbeit auf dem Prozessor verteilt, und den internen Speicherzuweiser. Letzterer soll effizienter arbeiten und bisherigen Overhead reduzieren. Außerdem soll die Effizienz steigen, wenn Apps oder Windows-Komponenten Inhalte über Chromium oder Webview2 darstellen.
Verbesserungen im gesamten StackDavuluri verspricht: „Wir investieren weiterhin in den gesamten Stack, vom Kernel und der Shell bis hin zu den auf Windows basierenden Anwendungen und Entwicklertools, damit die Leistungsverbesserungen den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Windows zugutekommen.“
Im März 2026 kündigte Davuluri erstmals tiefgehende Windows-11-Renovierungen an, damit sich das Betriebssystem flüssiger anfühlt. Der Windows-Chef reagierte damit auf lauter werdende Vorwürfe über Ressourcen-Verschwendung und zu viel „Microslop“ in Windows 11. Gerade in Zeiten teuren Arbeitsspeichers lassen sich die Probleme nicht mehr so einfach durch noch mehr Hardware kaschieren.
(mma)