Fifa-Präsident Gianni Infantino will Investoren für die Rechte an WM-Turnieren ins Spiel bringen. Der Deal könnte ihm einen massiven Gehaltssprung bescheren.
Fifa-Präsident Gianni Infantino will Investoren für die Rechte an WM-Turnieren ins Spiel bringen. Der avisierte Milliarden-Deal könnte ihm einen massiven Gehaltssprung bescheren.
Die Fifa löst mit Plänen für einen Milliarden-Deal im Zuge ihrer Fußballturniere weltweite Empörung aus. Der Weltverband um Präsident Gianni Infantino will einen Teil der kommerziellen Rechte an Investoren verkaufen und damit mehr als vier Milliarden Dollar erlösen.
Nach Angaben der Fifa sollen private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FFE erwerben können. Alle 211 Fifa-Mitgliedsverbände sollen ebenfalls kleinere Anteile erhalten. Im FFE werden die kommerziellen Rechte an den Fifa-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt, die Fifa würde Mehrheitsgesellschafter bleiben.
Ein solcher Deal könnte auch Auswirkungen auf Infantinos Rolle haben: Sollte das Modell umgesetzt werden, könnte der 56-Jährige das neue Unternehmen als Commissioner oder Geschäftsführer leiten – nach Ende seiner bis 2031 erwarteten letzten Amtszeit als Fifa-Präsident.
Laut „Times“ sei mit der neuen Aufgabe ein Gehaltssprung von rund 6 auf etwa 64 Millionen Dollar denkbar, ähnlich dem Salär von NFL-Commissioner Roger Goodell. Infantino würde also mehr oder weniger eine Verzehnfachung seiner Bezüge winken.
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Es sei noch nie darüber gesprochen worden, ob der Italo-Schweizer nach Ablauf seiner Amtszeit ein solches Amt übernehme, sagte ein Fifa-Sprecher. Gemäß den eigenen Statuen müssten der Fifa-Präsident und die Fifa-Verwaltung jedoch führende Rollen in dieser Einrichtung einnehmen, um die Kontrolle über jede Tochtergesellschaft zu behalten.
Nach Angaben der „Financial Times“ führe Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, Gespräche darüber, den Einstieg über seinen Fonds Thrive Eternal anzuführen. Ein Fifa-Sprecher bestätigte, es werde erwartet, dass Thrive die Führung der geplanten Investorengruppe übernehme. Die Fifa arbeitet nach Angaben des Sprechers bei ihren Plänen mit der Investmentbank JPMorgan zusammen.
Ähnliche Pläne hatte Infantino schon im Jahr 2018 verfolgt, als er für die Klub-WM und eine weltweite Nations League einen Milliarden-Deal unter Beteiligung saudi-arabischer Investoren anstrebte. Dieses Geschäft erhielt innerhalb der Fifa aber keine ausreichende Unterstützung und kam daher nicht zustande.
dpa
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