Gewitter, Regen, Kühle, graue Wolken? Diese Schietwetter-Suppe mit Hackfleisch, Gemüse und Kartoffeln wärmt von innen und ist schnell gemacht.
Eigentlich sollte es am Freitag zum großen Temperatursturz kommen. Aber wie das so ist bei Wettervorhersagen in diesem Jahr: Am Ende wird es doch wieder wärmer als man denkt. Schietwetter am Freitag? Wohl eher nicht. Aber für ein echte Schietwettersuppe braucht es kein echtes Schietwetter. Sie schmeckt immer. Der herzhafte Eintopf mit Hackfleisch, Kartoffeln und Gemüse ist bei jedem Wetter superlecker. Hier finden Sie das passende Rezept – klassisch mit Hackfleisch und als leichte vegetarische Variante.
Die kräftige Schietwetter-Suppe schmeckt wie bei OmaDer deftige Eintopf mit Hackfleisch, Kartoffeln und frischem Gemüse ist Soulfood, ein echtes Wohlfühl-Rezept für jeden Tag. Er wärmt von innen, macht satt und erinnert an die klassische Hausmannskost aus Omas Küche.
Das Besondere an dieser Suppe: Sie verbindet einfache Zutaten mit besonders viel Geschmack. Entscheidend sind die Röstaromen, die beim kräftigen Anbraten des Hackfleischs entstehen. Zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark und aromatischen Kräutern bekommt der Eintopf seine herzhafte Note. Möhren, Lauch, Sellerie, Paprika und Kartoffeln machen daraus eine leckere Mahlzeit, die ganz ohne komplizierte Zutaten auskommt.
Die Schietwetter-Suppe ist außerdem ein perfektes Familienrezept: Sie lässt sich gut vorbereiten, in großen Mengen kochen und schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag oft sogar noch besser. Wer es besonders gemütlich mag, serviert den Eintopf mit einer Scheibe frischem Landbrot oder knusprigen Brötchen.
Und auch für Vegetarier gibt es eine leckere Variante: Mit Pilzen und Linsen oder veganem Hack bleibt der Geschmack kräftig und herzhaft – ganz ohne Fleisch. So wird aus einem grauen Regentag schnell ein gemütlicher Suppentag.
500 g gemischtes Hackfleisch
2 EL Pflanzenöl
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
4 Möhren
500 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
1 Stange Porree
200 g Knollensellerie
1 rote Paprika

In die Schietwetter-Suppe gehört viel Gemüse: Paprika, Porree, Karotten, Petersilie ...Frank Merfort/zoonar/imago
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
1,5 Liter Gemüse- oder Rinderbrühe
2 EL Tomatenmark
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
½ TL geräuchertes Paprikapulver
1 TL Majoran
1 TL Thymian
2 Lorbeerblätter
2 EL gehackte Petersilie
Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 1 Prise Zucker
Schritt 1: Gemüse vorbereiten. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Möhren, Kartoffeln und Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden. Lauch in Ringe und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden.
Schritt 2: Das Hackfleisch kräftig anbraten. Das Öl in einem großen Suppentopf erhitzen. Das Hackfleisch darin bei hoher Hitze krümelig anbraten, bis es eine schöne braune Farbe angenommen hat. Leicht mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Zuerst wird das Hackfleisch scharf angebraten.kanzilyou/imago
Schritt 3: Zwiebeln und Tomatenmark anschwitzen. Zwiebeln und Knoblauch zum Hackfleisch geben und 2 bis 3 Minuten glasig dünsten. Das Tomatenmark einrühren und etwa 1 Minute mitrösten, damit es seine Süße und Röstaromen entfaltet.
Schritt 4: Gemüse und Gewürze hinzufügen. Möhren, Sellerie und Paprika in den Topf geben und 3 bis 4 Minuten mit anbraten. Anschließend Paprikapulver, Majoran und Thymian darüberstreuen. Alles leicht salzen und pfeffern und die Gewürze etwa 30 Sekunden mitrösten.
Schritt 5: Mit Brühe aufgießen. Die stückigen Tomaten und die Brühe zugeben. Lorbeerblätter hinzufügen und alles einmal kräftig aufkochen lassen. Anschließend die Hitze reduzieren und die Suppe etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen.
Schritt 6: Kartoffeln und Porree dazugeben. Nun die Kartoffelwürfel und den Porree in die Suppe geben. Alles weitere 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar und die Kartoffeln weich sind.
Schritt 7: Abschmecken. Die Lorbeerblätter entfernen. Jetzt die Suppe mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker fein abschmecken. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterrühren.
Schritt 8: Servieren. Die Schietwetter-Suppe heiß in tiefen Tellern oder großen Schüsseln anrichten. Nach Belieben mit einem Klecks Schmand oder Crème fraîche und etwas frisch gehackter Petersilie garnieren. Dazu schmecken Landbrot, Roggenbrot oder knusprige Brötchen besonders gut.
Tipp: Wer eine besonders sämige Konsistenz mag, kann zum Schluss ein paar Kartoffelwürfel direkt im Topf mit einer Gabel zerdrücken und unterrühren. Dadurch bindet die Suppe ganz natürlich – ganz ohne zusätzliche Stärke oder Sahne.
Auch eine vegetarische Variante lässt sich ganz unkompliziert kochen. Besonders einfach: Sie ersetzen das Fleisch durch veganes Hack, dass genauso zubereitet wird.
Raffinierter: Sie verwenden 300 g braune Champignons (fein würfeln) und 150 g vorgekochte braune Berglinsen oder Pardina-Linsen. Die Champignons kräftig anbraten, bis sie gebräunt sind. Anschließend die Linsen zugeben. Das ergibt eine herzhafte Umami-Note.
Welche Gerichte bevorzugen Sie an regnerischen Tagen? Haben Sie auch besondere Familien-Rezepte für Schietwetter-Suppen? Schreiben Sie uns per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.