Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Umweltbischof Lohmann spricht mit Landwirten: „Auch eine krumme Karotte kann man essen“

Дата публикации: 20-09-2026 13:34:22




Die Landwirtschaft am Niederrhein kämpft neben der Dürre mit stark gestiegenen Kraftstoffkosten. Bei einem Besuch auf einem Feld in Uedem berichten Bauern Weihbischof Rolf Lohmann von ihren Nöten.



Основное содержимое страницы с новостью.

Umweltbischof Lohmann spricht mit Landwirten „Auch eine krumme Karotte kann man essen“

20.09.2026 · 15:34 Uhr

Michael Seegers (v.l.) und Christian Hunzelar zeigen Weihbischof Rolf Lohmann, wie sich die Hitze auf den Mais auswirkt. Ein Teil der Kolben ist kaum ausgebildet.

Michael Seegers (v.l.) und Christian Hunzelar zeigen Weihbischof Rolf Lohmann, wie sich die Hitze auf den Mais auswirkt. Ein Teil der Kolben ist kaum ausgebildet.

Foto: Bistum Münster/Christian Breuer

Niederrhein · Die Landwirtschaft am Niederrhein kämpft neben der Dürre mit stark gestiegenen Kraftstoffkosten. Bei einem Besuch auf einem Feld in Uedem berichten Bauern Weihbischof Rolf Lohmann von ihren Nöten.

Christian Hunzelar aus Uedem pflückt einen Kolben von einer Maispflanze. Er ist kaum größer als seine Handfläche und unter den schützenden Blättern werden nur wenige gelbe Körner sichtbar. „So sieht das aus, wenn der Mais zu viel Hitze und zu wenig Wasser abbekommt – zum Glück sehen die bei uns aber nicht alle so aus“, sagt er und gibt den Kolben an Weihbischof Rolf Lohmann weiter.

Der Umweltbischof der Deutschen Bischofskonferenz hört aufmerksam zu, als Hunzelar und der Klever Kreislandwirt Michael Seegers davon berichten, wie sich das Klima auf die Ernte auswirkt. Hitze und Trockenheit würden den Pflanzen zusetzen, entsprechend schlecht falle die Ernte aus. „Wir werden in Zukunft mehr mit solchen Sommern zu tun haben“, befürchtet Seegers, „daher müssen wir uns stetig anpassen. Wir pflanzen neue Sorten an und müssen dazu auch in die passenden Maschinen investieren.“

Mehrere 10.000 Euro für Kraftstoff

Das betreffe nicht nur die Feldfrüchte wie Mais, Zwiebeln, Kartoffeln und Rüben – auch das Gras könne in diesem Jahr nicht so oft geschnitten werden. Damit aber fehlt Futter für die Tiere. „Es reicht vorne und hinten nicht, es fehlt sogar die Möglichkeit, ausreichend nachzukaufen“, berichtet der Kreislandwirt. Auf Lohmanns Frage, wie die Landwirte das Problem lösen, zuckt Seegers resigniert mit den Schultern: „Die Tiere werden verkauft und keine neuen mehr angeschafft. Was will man machen, wenn man kein Futter bekommt?“

Ein weiteres Problem sei der enorme Anstieg der Energiepreise. „Wir sind für die Ernte auf die großen Landmaschinen angewiesen. Die hohen Kraftstoffpreise schlagen bei uns Landwirten schnell mit mehreren 10.000 Euro zu Buche, die uns niemand ersetzt.“

„Der Klimawandel betrifft jeden von uns“

Noch auf dem Feld zieht der Weihbischof ein Fazit: „Es ist erschreckend, wenn man die Auswirkungen des Klimawandels direkt vor Ort mitbekommt. Das Niedrigwasser im Rhein mit seinen Auswirkungen auf die Handelswege. Die teils verheerenden Waldbrände und nun die trockenen Ackerböden, die für Ernteausfälle sorgen, deren Folgen wir gar nicht alle überblicken können. Der Klimawandel betrifft jeden von uns und er ist nicht wegzuleugnen. Wir alle müssen mehr in die Bewahrung der Schöpfung investieren.“

Nadja Hunzelar macht auf ein weiteres Problem aufmerksam: „Die Verbraucher spielen mit ihrem Kaufverhalten eine wichtige Rolle. Viele greifen eher zu den billig produzierten Kartoffeln, die aus Ägypten importiert werden, als zu den regionalen.“ Was nicht der Norm entspreche, bliebe einfach liegen. „Aber auch eine krumme Karotte und eine kurze Gurke kann man essen“, betont sie. Lohmann nickt zustimmend. Das sei auch einer der Punkte, die die Deutsche Bischofskonferenz in ihren zehn Thesen zum Klimaschutz formuliert habe. Darin heißt es, dass in der Ernährung und im Umgang mit Lebensmitteln ein Umdenken erforderlich ist. Den Vorrang sollen Lebensmittel aus einer nachhaltigen Landwirtschaft haben.

Meistgelesen

Mehr zum Thema

Aktuell wichtig

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1„Situation brutal angespannt“: Bauernverband befürchtet teils totalen Ernteausfall durch Dürre08.8614-08-2026
2Dürre, Niedrigwasser, Krieg: »Salate und Möhren sind jetzt schon im Preis gestiegen«07.4218-08-2026
3Landwirtschaft: Dürre schrumpft die Ernte - Bauern unter Druck010.8318-08-2026
4Kürbis-Test im Ruhrtal geglückt: Rund 450 Tonnen sollen regional verkauft werden029.7521-09-2026
5Extremwetter - Kann Landwirtschaft das noch schaffen?08.1317-07-2026
6Ernte unter Flutlicht: Landwirte in Rheinhessen bangen um ihre Weizen- und Maiserträge-2411-07-2026
7Landwirtschaft: „Getreide verbrennt“: Dürre schmälert Ernte 2026012.1513-08-2026
8Landwirtschaft: Bauernverband befürchtet teils totalen Ernteausfall08.8214-08-2026
9Handwerkerforum Kreis Wesel: Wenn Arbeit teurer wird012.7818-09-2026
10Extreme Dürre, Bauern in Not: „Es geht um die Existenz vieler Familienbetriebe“08.1610-08-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 10.8. Источник: rp-online.de.