Die Vespa feiert in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass machten sich vier Vespa-Freunde, darunter auch ein 83-Jähriger, aus Elm auf den Weg zur Feier nach Rom. Dabei sammelten sie einige Eindrücke.
Elm/Rom · Die Vespa feiert in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass machten sich vier Vespa-Freunde, darunter auch ein 83-Jähriger, aus Elm auf den Weg zur Feier nach Rom. Dabei sammelten sie einige Eindrücke.
20.07.2026 , 12:46 Uhr
In vier Etappen ging es für die Vespa-Freunde (von links) Dieter Mertes, Stefan Spies, Klaus Schlichter und Stephan Pauli nach Rom.
Foto: MertesIn vier Etappen über 2400 Kilometer nach Rom – dieses besondere Abenteuer erwartete vor Kurzem die vier Elmer Vespa-Freunde Stefan Spies, Klaus Schlichter, Stephan Pauli und Dieter Mertes vom Vespa-Club Elm. Anlässlich des 80. Geburtstags der Vespa führte ihr Weg sie mit zwei GTS HPE 300 und zwei GTS HPE 310 nach Rom. Die Tour beinhaltete jeweils drei Übernachtungen auf der Hin- und Rückfahrt. Was zunächst wie eine verrückte Idee klang, wurde zu einer unvergesslichen Reise voller Eindrücke, Herausforderungen und gemeinsamer Erlebnisse, berichtet Dieter Mertes, Geschäftsführer und Gründungsmitglied des Vereins.
Die erste Etappe startete ihm zufolge Ende Juni morgens an der Clubgarage in Elm. Sorgfältig vorbereitet und das Gepäck sicher verstaut fuhren die Freunde zunächst über die Landstraße zur Autobahn nach St. Avold, wo sie sich bis Saverne auf den Weg machten. Hier verließen sie die Autobahn und rollten über Landstraßen zum ersten Etappenziel Lörrach, wo sie den Abend ausklingen ließen.
Nach dem Frühstück und bei sommerlich hohen Temperaturen von 36 Grad machten sie sich dann am Folgetag auf gen Schweizer Autobahn bis zum St.-Gotthard-Pass und in Andermatt über den Pass. „Die Fahrt führte über sehr gut ausgebaute Passstraßen und beeindruckende Alpenlandschaften auf die Bergspitze in 2.106 Meter Höhe, wo wir eine kurze Rast einlegten“, schreibt Mertes in seinem Bericht.
Nach der Passabfahrt ging es weiter in Richtung Italien, wo sie gegen 15 Uhr in Como ihre zweite Unterkunft, das Hotel Agriturismo Cascina Mirandola in Albese con Cassano, erreichten. „Dieser gemütliche Bauernhof in einem steinernen Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert ist von bewaldeter Landschaft umgeben, liegt auf einer Anhöhe und ist nur mühsam über einen steinigen, ansteigenden, schmalen Weg erreichbar“, erzählt Mertes.
Am dritten Tag machte sich die Truppe dann nach dem Frühstück auf die vorletzte Etappe nach Prato auf, wobei sie die 305 Kilometer zum Ziel auf der Autobahn zurücklegten. Auch diesmal kletterten die Temperaturen wieder über 40 Grad. Bei einem Tankstopp auf der Autobahn trafen sie noch einen Vespa-Freund aus Mannheim, der alleine unterwegs war und nur zwei Reisetage geplant hatte. Gegen 15 Uhr waren sie am Hotel in Prato. Die historische Villa, in der sie nächtigten, ist seit mehr als zwei Jahrhunderten im Besitz der Familie Rucellai-Piqué und umgeben von Olivenhainen und Weinbergen. „Ideal für einen erholsamen Aufenthalt oder als Ausgangspunkt für die Erkundung der Toskana“, findet Mertens. Nach einem Abstecher in eine nahe gelegene Trattoria endete der Tag.
Am vierten und letzten Reisetag steuerten sie schließlich auf die italienische Hauptstadt zu. „Die Einfahrt nach Rom war ein besonderes Erlebnis. Zwischen dem lebhaften Stadtverkehr und den beeindruckenden historischen Bauwerken wurde uns bewusst, dass wir unser Ziel tatsächlich auf vier Rollern erreicht hatten. Der erste Blick auf die berühmten Sehenswürdigkeiten war der verdiente Lohn für die vielen gefahrenen Kilometer.“
In Rom machten sie sich auf zum Foro Italico, wo das Fest „80 years of an icon“, also die Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Vespa, über vier Tage stattfanden. Tausende Vespafahrer waren dabei.
Foto: Dieter MertesTags darauf machten sie sich auf zum Foro Italico, wo das Fest „Vespa Roma 2026 – 80 Years of an Icon“, also die Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen der Vespa, über vier Tage stattfanden, und das Stadio dei Marmi zum Vespa Village verwandelt worden war. Tausende Vespafahrer aus aller Welt und unzählige Clubs aus über 60 Nationen machten das Fest zu einem unvergessenen Erlebnis, berichtet Mertes. Da es nur wenige Schattenplätze gab, besuchten die Freunde das Gelände allerdings nur an zwei Tagen, ehe sie sich am Montag wieder, erneut in vier Etappen, auf den Heimweg machten.
„Die Reise war geprägt von großartigen Landschaften, spannenden Straßen, kleinen Herausforderungen und vor allem von einer hervorragenden Gemeinschaft. Jeder Tag brachte neue Eindrücke und unvergessliche Momente“, lautet das Fazit der Freunde. Nicht nur das Ziel Rom machte diese Reise besonders, sondern vor allem der gemeinsame Weg dorthin. „Eine Tour, die wir jederzeit wieder antreten würden. Einige hatten mir von dieser Tour wegen meines Alters von 83 Jahren abgeraten. Mir hat die Tour sehr viele Freude und Spaß bereitet“, sagt Mertes. (leis/bsch)
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