Apple hat am 14. September unter anderem iOS 27 und macOS 27 veröffentlicht – und damit eine große Zahl an Sicherheitslücken geschlossen. Mehrere davon ließen sich aus der Ferne ausnutzen.
Apple hat am 14. September unter anderem iOS 27 und macOS 27 veröffentlicht – und damit eine große Zahl an Sicherheitslücken geschlossen. Mehrere davon ließen sich aus der Ferne ausnutzen.
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iOS 27 schließt 100 Sicherheitslücken auf dem iPhone. (Foto: RYO Alexandre / Shutterstock)
Apple hat mit iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 auch zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen. Das geht aus der aktualisierten Security-Website des iPhone-Herstellers hervor. Allein für iOS 27 listet Apple mehr als 100 Fehlerbehebungen auf. Auch ältere Systemversionen und der Browser Safari haben Updates bekommen. Immer mehr der Lücken dürften mithilfe von KI gefunden worden sein: Apple nennt unter anderem Anthropic Claude und OpenAI Codex Security, die von Sicherheitsexperten bei der Suche zum Einsatz kamen. Wichtig zu wissen: Nur die jeweils neuesten Systeme erhalten bei Apple sämtliche sicherheitsrelevanten Korrekturen. Außerdem führt das Unternehmen in seinen Listen nur Lücken auf, die Dritte gemeldet haben. Was der Konzern selbst findet und behebt, bleibt unerwähnt.
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Laut Apple steckten in den Vorgängerversionen von iOS und iPadOS mindestens zwei Schwachstellen, die sich aus der Ferne angreifen ließen. Eine betrifft das Mobilfunkmodem – das sogenannte Baseband – ab dem iPhone 11. Angreifer konnten dem Handy damit die Netzverbindung nehmen, ein klassischer Denial-of-Service-Angriff. Schwerer wiegt ein Fehler in Bluetooth. Darüber ließ sich sogar beliebiger Code ausführen, außerdem konnten Apps zum Absturz gebracht werden.
Apple hat ansonsten Lücken in nahezu allen wichtigen Teilen des Systems geschlossen. Betroffen sind etwa die Barrierefreiheit, das Dateisystem – hier war das Schreiben in den Kernel-Speicher möglich, also in den geschützten Kern des Betriebssystems – und der App Store, wo ein dauerhafter Account-Identifier den Datenschutz gefährdete. In CoreMedia konnten präparierte Bilder Schadcode ausführen, über Safari ließ sich etwa die Liste installierter Apps auslesen. Dazu kommen mehrere Lücken in WebKit, der Browser-Engine von Safari. Diese behebt Apple mit Safari 27 auch unter macOS Sequoia (15) und Tahoe (26) in Form eines Einzeldownloads (via Software-Update in den Systemeinstellungen). Bereits bekannte Angriffe auf die iPhone- und iPad-Lücken führt Apple nicht auf.
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In macOS 27 hat Apple ähnlich viele Fehler behoben wie in iOS 27. Aus der Ferne angreifbar waren hier sogar mehr Systembereiche: neben der erwähnten Bluetooth-Lücke auch das Drucksystem CUPS sowie insgesamt drei Schwachstellen im Kernel und in der Netzwerkroutine smbx. Eine der Kernel-Lücken konnte den Kernel-Speicher in Mitleidenschaft ziehen, andere führten zu Abstürzen. Über CUPS ließ sich sogar beliebiger Code ausführen.
Viele der erwähnten Lücken hat Apple auch in watchOS 27, visionOS 27 und tvOS 27 geschlossen – sofern die betroffenen Funktionen dort überhaupt vorhanden sind. Zusätzlich hat Apple iOS 26.7, iPadOS 26.7, macOS 26.7 (Tahoe) und macOS 15.8 (Sequoia) veröffentlicht. Diese Versionen enthalten allerdings nicht alle Korrekturen der großen 27er-Updates. Wer ein Gerät besitzt, das die neuen Versionen unterstützt, sollte deshalb überlegen, gleich komplett umzusteigen. Für Intel-Macs gilt das nicht – sie erhalten macOS 27 erst gar nicht mehr.
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