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Heizkosten werden steigen: So senken Sie Ihre Kosten im Winter 2026/27

Дата публикации: 22-09-2026 18:55:35

Ob Gas, Öl oder Pellets: Die nächste Heizkostenabrechnung hängt auch vom eigenen Verbrauch ab. Diese Tipps helfen, Geld zu sparen und richtig zu heizen.

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Heizkosten werden steigen: So senken Sie Ihre Kosten im Winter 2026/27

Stand: 22.09.2026, 20:55 Uhr

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Ob Gas, Öl oder Pellets: Die nächste Heizkostenabrechnung hängt auch vom eigenen Verbrauch ab. Diese Tipps helfen, Geld zu sparen und richtig zu heizen.

Kassel – Der nächste Winter könnte für viele Haushalte teuer werden. Besonders Menschen mit Öl- oder Pelletheizung müssen nach der aktuellen Prognose für 2026 mit höheren Heizkosten rechnen. Bei Gas ist die Lage widersprüchlich: Im Jahresdurchschnitt könnte es zunächst etwas günstiger werden, zugleich drohen zeitverzögerte Preissteigerungen. Wer jetzt nur den Thermostat herunterdreht, übersieht deshalb einen entscheidenden Hebel: Wo lässt sich im eigenen Haushalt wirklich sparen?

Richtig heizen im Herbst/Winter - Heizung: Thermostat am Heizkörper einstellen (Symbolbild)

Heizöl und Holzpellets dürften 2026 deutlich teurer werden. Mit diesen Maßnahmen senken Sie Ihren Verbrauch – ohne die Wohnung auskühlen zu lassen (Symbolbild). © Sven Heidmann/STEINSIEK.CH/Imago

Der Heizspiegel 2026, über den ZDFheute berichtet, zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Heizarten. In einer Modellrechnung für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus steigen die Jahreskosten für Heizöl und Holzpellets deutlich, während Gas zunächst leicht günstiger abschneiden könnte. Die Zahlen sind allerdings eine Prognose für das Jahr 2026 und keine exakte Vorhersage für jede Heizkostenabrechnung der Heizperiode 2026/27.

Welche Heizarten 2026 besonders betroffen sind

Für Heizöl und Holzpellets fällt die Prognose des Heizspiegels besonders ungünstig aus. Beim Heizöl werden in der Modellrechnung 1275 Euro Jahreskosten erwartet – 24 Prozent mehr als zuvor. Für Holzpellets werden 860 Euro veranschlagt, ein Plus von 17 Prozent.

Bei den übrigen Heizarten fallen die Veränderungen geringer aus: Fernwärme soll um ein Prozent auf 1310 Euro steigen, bei Wärmepumpen werden drei Prozent mehr und damit 735 Euro erwartet. Für Erdgas rechnet co2online im Jahresdurchschnitt zunächst mit einem Rückgang um vier Prozent auf 1120 Euro. Grund dafür sind unter anderem niedrigere Beschaffungskosten zu Jahresbeginn und der Wegfall der Gasspeicherumlage.

Die Gaszahl sollte jedoch nicht als Entwarnung verstanden werden. Zuletzt gestiegene Großhandelspreise könnten mit Verzögerung bei den Haushalten ankommen und die Gaskosten Ende 2026 oder im Laufe des Jahres 2027 wieder erhöhen. Entscheidend sind außerdem der konkrete Tarif, der Verbrauch und die regionale Situation.

HeizartPrognostizierte Jahreskosten (Modellrechnung)Veränderung
Heizöl1275 Europlus 24 Prozent
Holzpellets860 Europlus 17 Prozent
Fernwärme1310 Europlus 1 Prozent
Wärmepumpe735 Europlus 3 Prozent
Erdgas1120 Eurominus 4 Prozent
Warum Gas trotz möglicher Entlastung ein Kostenrisiko bleibt

Neben dem Einkaufspreis wirken sich auch Netzentgelte und staatliche Kosten auf die Gasrechnung aus. Beim CO₂-Preis gilt 2026 ein Korridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne. Das erklärt, warum sinkende Beschaffungskosten nicht automatisch zu einer dauerhaft niedrigeren Rechnung führen. Auch die Netzentgelte können die Entwicklung in einzelnen Regionen beeinflussen, wie die Tagesschau erläutert.

Für Haushalte mit einem eigenen Gasvertrag lohnt sich deshalb ein Blick in die Vertragsunterlagen. Eine laufende Preisgarantie kann vor einer kurzfristigen Erhöhung schützen. Kommt dennoch ein Preiserhöhungsschreiben, besteht in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Dann sollten Verbraucher die neuen Jahreskosten mit anderen Tarifen vergleichen – nicht nur den Arbeitspreis, sondern auch Grundpreis, Laufzeit und die Dauer der Preisgarantie.

Wer zur Miete in einem Haus mit Gaszentralheizung lebt, kann den Anbieter meist nicht selbst auswählen. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Vorauszahlung im Blick zu behalten und bei Unsicherheit beim Vermieter nach dem aktuellen Gasvertrag zu fragen. So lässt sich das Risiko einer hohen Nachzahlung besser einschätzen.

Diese Maßnahmen senken den Verbrauch
  1. Raumtemperatur gezielt reduzieren: Jedes Grad weniger kann den Heizenergieverbrauch nach Angaben des Merkur-Ratgebers um etwa sechs Prozent senken. Das ist ein Richtwert, keine Garantie für jede Wohnung: Gebäude, Heizsystem und Wetter beeinflussen das Ergebnis. Entscheidend ist, die Temperatur nicht blind in allen Räumen abzusenken, sondern den eigenen Bedarf zu prüfen.
  2. Heizkurve und Heizkörper prüfen lassen: Eine falsch eingestellte Heizung kann mehr Energie verbrauchen als nötig. Bei einer Gasheizung lässt sich die Heizkurve teilweise selbst anpassen. Ein hydraulischer Abgleich durch einen Fachbetrieb kann zusätzlich dafür sorgen, dass die Wärme im Gebäude gleichmäßiger verteilt wird und bis zu 15 Prozent Energie gespart werden. Heizungsrohre in unbeheizten Bereichen lassen sich zudem nachträglich dämmen.
  3. Richtig heizen und lüften: Richtiges Heizen und Lüften sowie ein geringerer Warmwasserverbrauch können laut dem Heizspiegel zusammen bereits spürbare Einsparungen bringen. ZDFheute verweist darauf, dass einfache Verhaltensänderungen den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent reduzieren können. Wichtig ist, die Maßnahmen konsequent umzusetzen, statt einzelne Räume nur kurzfristig stark aufzuheizen.
  4. Zählerstand und Abrechnung im Blick behalten: Bei einer angekündigten Preisänderung sollte der Zählerstand rund um den Stichtag abgelesen und dem Anbieter gemeldet werden. Dadurch wird der Verbrauch besser dem alten beziehungsweise neuen Preis zugeordnet. Auch die monatliche Vorauszahlung sollte zum erwarteten Jahresverbrauch passen. Eine Anpassung kann eine hohe Nachzahlung verhindern, ersetzt aber kein Einsparen von Energie.
  5. Größere Maßnahmen langfristig planen: Wer dauerhaft hohe Heizkosten hat, sollte nicht nur auf das Thermostat schauen. Dämmmaßnahmen, eine optimierte Heizungsanlage oder der Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem können den Verbrauch langfristig senken. Solche Entscheidungen müssen jedoch zum Gebäude, zum Budget und zur örtlichen Wärmeplanung passen. Für den Winter 2026/27 helfen zunächst vor allem Maßnahmen, die sich kurzfristig umsetzen lassen.
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Laden Sie sich unseren umfangreichen Energiespar-Ratgeber kostenlos als PDF herunter. © IPPEN.MEDIAWas Mieter bei den CO₂-Kosten beachten sollten

Bei Gasheizungen werden die CO₂-Kosten zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. Wie hoch der Anteil des Vermieters ausfällt, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes im gesetzlichen Stufenmodell ab. Bei einer Gasetagenheizung zahlen Mieter die Rechnung zunächst selbst; der Vermieter muss sich je nach Zustand des Gebäudes an den CO₂-Kosten beteiligen. Die genaue Abrechnung sollte daher geprüft und der Vermieteranteil gegebenenfalls aktiv eingefordert werden.

Fazit: Heizkosten steigen nicht für alle gleich

Die Prognose für 2026 ist kein pauschales Signal, dass jede Heizrechnung automatisch höher ausfällt. Besonders Heizöl und Holzpellets dürften teurer werden, bei Fernwärme und Wärmepumpen werden moderate Anstiege erwartet. Gas könnte im Jahresdurchschnitt zunächst günstiger sein, bleibt wegen Marktpreisen, CO₂-Kosten und Netzentgelten aber schwer kalkulierbar.

Wer für den Winter 2026/27 vorsorgen will, sollte deshalb drei Dinge verbinden: den eigenen Verbrauch senken, die Heizung prüfen und den Vertrag beziehungsweise die Abrechnung kontrollieren. So lässt sich die Rechnung beeinflussen – ohne allein auf einen milden Winter oder fallende Energiepreise zu hoffen. (Quellen: co2online, Zdf.de, eigene Recherche) (str)

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