Kimi Antonelli und George Russell haben sich beim Großen Preis von Italien in der Formel 1 einen packenden Kampf geliefert - mit dem besseren Ende für den jungen Italiener. Dass Antonelli bevorzugt wurde, glaubt Ex-Weltmeister Nico Rosberg zwar nicht. Doch die Mercedes-Führung müsse ihre Entscheidungen schlüssig erklären können.

Glaubt nicht an eine Bevorzugung von Kimi Antonelli: Nico Rosberg
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08. September 2026, 09:06

sport.de
Kimi Antonelli und George Russell haben sich beim Großen Preis von Italien in der Formel 1 einen packenden Kampf geliefert - mit dem besseren Ende für den jungen Italiener. Dass Antonelli bevorzugt wurde, glaubt Ex-Weltmeister Nico Rosberg zwar nicht. Doch die Mercedes-Führung müsse ihre Entscheidungen schlüssig erklären können.
Nico Rosberg geht nicht davon aus, dass Kimi Antonelli beim Großen Preis von Italien eine bessere Rennstrategie erhalten hat als Teamkollege George Russell.
"Nein", entgegnete der TV-Experte bei "Sky" entschieden auf die Frage, ob der WM-Leader in Monza bevorzugt wurde: "Gleiche Chancen für beide. Das muss so sein. Und das ist auch so. Sie kämpfen um die Weltmeisterschaft." Rosberg fuhr selbst zwischen 2010 und 2016 für Mercedes und gewann in seinem letzten Jahr vor Lewis Hamilton die WM.
Innerhalb des Teams seien die Absprachen "ganz klar", betonte der Insider: Der im Rennen führende Russell habe "die beste Strategie bekommen, um so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen". Dabei spiele es "keine Rolle", wo sich sein Teamkollege befindet.
Leclerc und Russell liefern sich enges RennenAntonelli hatte das Rennen aufgrund eines Austauschs des Motors von Platz 19 aus begonnen und sich mühsam durchs Feld kämpfen müssen. George Russell war hinter Pierre Gasly von der ersten Startreihe aus ins Rennen gegangen und hatte sich sogleich an die Spitze gesetzt.
Nach einer fulminanten Aufholjagd ging Antonelli erstmals in Runde 18 an seinem Teamkollegen vorbei. Beide lieferten sich nun ein enges Duell, Russell setzte sich wieder an die Spitze. Wenig später sorgte das Aus von Aston-Martin-Pilot Lance Stroll für ein Virtuelles Safety Car, das ganze Feld musste langsamer fahren, und Antonelli nutzte dies für seinen Stopp - anders als etwa Russell, der auf den harten Reifen blieb.
Damit fiel er zwar zunächst zurück, war aber dann deutlich schneller als die Konkurrenz und holte erneut auf. Drei Runden vor Schluss schnappte er sich Russell.
Rosberg zufolge "muss Mercedes jetzt bestätigen", dass es zum Zeitpunkt des Virtuellen Safety Cars die richtige Entscheidung war, den Briten nicht in die Box zu schicken. Da Russell das Rennen anführte, "muss er die beste Strategie bekommen", schlussfolgerte er: "Wenn das der Fall ist, dann ist alles einfach und fair." Gleichwohl räumte auch der Ex-Weltmeister ein, dass es "schwer" sei, "von außen" etwa die Lage und etwa das Reifenmanagement der Fahrer einschätzen zu können.
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