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Standort in Hasborn-Dautweiler: Neue Ausrüstung für wichtige Feuerwehr-Aufgaben im Landkreis St. Wendel

Дата публикации: 01-09-2026 07:00:00




Die ersten Einsätze liegen bereits hinter dem neuen Waldbrandlöschfahrzeug, das beim Löschbezirk Hasborn-Dautweiler stationiert ist. Jetzt wurde es noch eingesegnet. Gleiches gilt für die Atemschutzwerkstatt, die in zwei Bereiche gegliedert ist.



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Standort in Hasborn-Dautweiler Neue Ausrüstung für wichtige Feuerwehr-Aufgaben im Landkreis St. Wendel

Die ersten Einsätze liegen bereits hinter dem neuen Waldbrandlöschfahrzeug, das beim Löschbezirk Hasborn-Dautweiler stationiert ist. Jetzt wurde es noch eingesegnet. Gleiches gilt für die Atemschutzwerkstatt, die in zwei Bereiche gegliedert ist.

01.09.2026 , 09:00 Uhr

Einweihung der Atemschutzwerkstatt im neuen Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Hasborn-Dautweiler und Einsegnung des neuen Waldbrandtanklöschfahrzeugs.

Einweihung der Atemschutzwerkstatt im neuen Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Hasborn-Dautweiler und Einsegnung des neuen Waldbrandtanklöschfahrzeugs.

Foto: Evelyn Schneider

Mit glänzend rotem Lack steht es vor dem Gebäude. Ein Blumengesteck ziert die Motorhaube. Es wartet auf den feierlichen Moment, von Diakon Michael Stephan eingesegnet zu werden. So herausgeputzt, lässt nichts vermuten, dass das neue Feuerwehr-Fahrzeug bereits seine ersten Einsatzstunden hinter sich gebracht hat. Gleiches gilt für die Atemschutzwerkstatt im neuen Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Hasborn-Dautweiler, der nun offiziell eröffnet werden soll.

185 Wald- und Vegetationsbrände im Saarland

In die feierliche Stimmung mischt sich mit Blick auf das neue Fahrzeug auch Kritik. Tholeys Bürgermeister Andreas Maldener (CDU) und Kreisbrandinspekteur Dirk Schäfer sprechen Probleme bei der Lieferung des Aufsatzes für das Waldbrandlöschfahrzeug an, kritisieren unter anderem die Art und Weise, wie mit den Ehrenamtlern bei der Planung umgegangen worden sei. Während das Fahrgestell des Unimogs wie gewünscht und zuverlässig geliefert wurde, sei es durch die Firma, die für den Aufsatz zuständig ist, zur Verzögerung bei der Auslieferung gekommen. Der Löschbezirk in Otzenhausen warte noch immer auf ein baugleiches Fahrzeug, merkt Schäfer an.

Trotz der verspäteten Auslieferung im Löschbezirk Hasborn-Dautweiler konnte das Timing thematisch kaum passender sein. Denn, so resümiert Landrat Udo Recktenwald (CDU), habe es im Saarland in diesem Jahr bislang 185 Wald- und Vegetationsbrände gegeben. 14 davon forderten die Einsatzkräfte besonders stark, so unter anderem in Nonnweiler, in Freisen und zuletzt in Hirzweiler. Bei letzterem Brand, bei dem eine Fläche von 18 Hektar Wald vernichtet wurde, war Staatssekretär Torsten Lang (SPD), wie er berichtet, selbst vor Ort. Daher sparen er, der Landrat und der Bürgermeister nicht mit Dank an die Feuerwehrleute und die gesamte Blaulicht-Familie. Denn zu der Gebäudeeinweihung sind auch Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gekommen. Maldener betont, dass die Hilfskräfte für die außergewöhnlichen Einsätze, die sie für die Allgemeinheit erbringen, nicht nur „die Anerkennung von uns allen“ verdienen, sondern „auch das, was es braucht, damit sie die bestmögliche Ausrüstung dafür haben“.

Neues Waldbrandlöschfahrzeug gesegnet

Dazu zählt unter anderem das neue Fahrzeug, dessen Kosten der Bürgermeister auf 580.000 Euro beziffert. 400.000 Euro davon erhält die Kommune aus Mitteln der Feuerschutzsteuer. Der Unimog ist Teil des „Fachzugs Waldbrand“ im Landkreis St. Wendel und somit ein Baustein in der interkommunalen Zusammenarbeit, welche die Verantwortlichen im St. Wendeler Land schon seit längerem, gerade auch im Bereich der Feuerwehr, pflegen. „Es muss nicht jeder alles machen“, sagt auch Lang. „Stattdessen muss dafür gesorgt werden, dass alles gemacht werden kann – und das gut“.

Atemschutzwerkstatt eröffnet

Diese Aussage lässt sich auch auf das Thema Atemschutz übertragen. Mit der neuen Werkstatt zählt die Gemeinde Tholey mit Marpingen und Nonnweiler zu den Kommunen, die mit dieser Aufgabe bedacht sind. Rund vier Millionen Euro werden in den Feuerwehrstandort in Hasborn-Dautweiler investiert. Vom Innenministerium gibt es hierfür einen Zuschuss von 1,941 Millionen Euro sowie einen Zuschuss aus der Feuerschutzsteuer. Während der neue Anbau mit dem symbolischen Zerschneiden eines Bandes eröffnet wird, laufen im Bestandsgebäude die Arbeiten weiter. Auch das Umfeld werde noch gestaltet, wie Maldener sagt. Zudem merkt er an, dass die Ehrenamtler auch auf der Baustelle kräftig mitanpacken. Die Feuerwehrleute übernehmen in vielen Bereichen Verantwortung.

Am Bestandsgebäude des Feuerwehrgerätehauses laufen noch Bauarbeiten.

Am Bestandsgebäude des Feuerwehrgerätehauses laufen noch Bauarbeiten.

Foto: Evelyn Schneider

So funktioniert die neue Werkstatt

So auch bei der Wartung der Atemschutzgeräte. Diese Aufgabe meistert Roland Perius seit 1974. Mit neun Jahren ist der Oberbrandmeister in die Feuerwehr eingetreten. In der neuen Werkstatt ist bereits jeder Handgriff vertraut. „Wir haben eine strikte Trennung vom schwarzen und weißen Bereich“, erläutert er. Gemeint sind damit zum einen die Bereiche, in denen mit der Ausrüstung hantiert wird, die aus dem Einsatz zurückkommt, und zum anderen der Bereich mit den bereits gereinigten Masken und Flaschen. Deutlich sichtbar ist diese Trennung durch die Gestaltung des Mobiliars. Mal sind die Schranktüren schwarz, mal weiß gefärbt.

Hier werden die Masken gereinigt.

Hier werden die Masken gereinigt.

Foto: Evelyn Schneider

Durch einen Seiteneingang kommen die Feuerwehrleute nach dem Einsatz ins Gebäude. Hier wird die Ausrüstung aus dem Einsatz abgestellt. Es schließt sich an diesen Raum eine Toilette an. Ein paar Schritte weiter steht unter anderem ein Computer. „Hier wird alles protokolliert, was eingegangen ist“, sagt Perius. Im nächsten Raum wird die Ausrüstung gewaschen und desinfiziert. Die Masken drehen sich bei diesem Vorgang. Dann kommen sie in einen speziellen Schrank, der das Trocknen übernimmt. Nebenan werden die Flaschen mit Atemluft (nicht mit reinem Sauerstoff) befüllt. Dank der Schläuche mit Schnellkupplung müssen die Gerätewarte die sechs und acht Kilo schweren Flaschen nicht mehr umständlich anheben, um sie zu befüllen.

Keine Zwischenfälle in 15 Jahren

Im weißen Bereich ist ein Prüfgerät positioniert, mit dem jedes einzelne Element getestet wird. „Damit wir sicher sind, dass alles funktioniert“, sagt der erfahrene Atemschutzgerätewart. In den zurückliegenden 15 Jahren habe es keine Zwischenfälle gegeben. Perius deutet auf die nächste Station, an der die Ausrüstungselemente staubdicht verpackt werden. So geht es für sie ins Lager. Von dort aus kann das Material schnell ins Fahrzeug gebracht werden, durch eine zweite Tür an der Seite des Gebäudes. Damit es für die Feuerwehrleute sicher in den nächsten Einsatz geht. (evy)

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