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Regionale, nachhaltige und zukunftssichere Verpflegung - Forschungsprojekt „WissensWert regional" gestartet

Дата публикации: 25-09-2026 07:48:00

Bund und Länder haben ehrgeizige Ziele für den Ausbau des Ökolandbaus und den Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung gesetzt. Doch der Ausbau bioregionaler Agrar- und Ernährungssysteme gerät an den Schnittstellen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Absatz häufig ins Stocken. Das neu gestartete Projekt „WissensWert regional" erfasst vorhandenes Wissen zu Erfolgsfaktoren und Vertragsbeziehungen systematisch, bewertet es und entwickelt daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen für dauerhaft tragfähige regionale Bio-Wertschöpfungsketten.

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25.09.2026 09:48

Regionale, nachhaltige und zukunftssichere Verpflegung - Forschungsprojekt „WissensWert regional" gestartet

Bund und Länder haben ehrgeizige Ziele für den Ausbau des Ökolandbaus und den Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung gesetzt. Doch der Ausbau bioregionaler Agrar- und Ernährungssysteme gerät an den Schnittstellen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Absatz häufig ins Stocken. Das neu gestartete Projekt „WissensWert regional" erfasst vorhandenes Wissen zu Erfolgsfaktoren und Vertragsbeziehungen systematisch, bewertet es und entwickelt daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen für dauerhaft tragfähige regionale Bio-Wertschöpfungsketten.

Der Wunsch nach nachhaltig und regional erzeugten Lebensmitteln in Restaurants, Kitas, Schulen, Kantinen und dem Fachhandel ist ungebrochen. In der Praxis treffen jedoch zwei konträre Systemlogiken aufeinander: kleinteilige, saisonal schwankende landwirtschaftliche Erzeugerstrukturen auf der einen und Großabnehmer mit Bedarf an planbaren Mengen und verzehrfertiger Ware auf der anderen Seite. An dieser Schnittstelle fehlen vielerorts sowohl die nötigen Logistikstrukturen als auch gegenseitiges Wissen über Produktionspotenziale und Einkaufsmechanismen.

Warum Initiativen häufig scheitern

Viele Modellprojekte lösen sich auf, sobald die Anschubförderung ausläuft. Zu den Ursachen zählen einseitige Risikoverteilung in Lieferverträgen zulasten der Erzeugerbetriebe, fehlende Zwischeninstanzen für Bündelung und Vorverarbeitung sowie die Zurückhaltung öffentlicher Träger, ökologische und regionale Kriterien mangels rechtssicherer Formulierungshilfen in Ausschreibungen zu verankern.

Der Projekt-Ansatz: drei Schritte zur stabilen Wertschöpfungskette

Es gibt inzwischen eine Reihe an Projekten, die sich mit diesen Fragen auf unterschiedlichen Ebenen, in verschiedenen Regionen und unter einem breiten Spektrum an Blickwinkeln befasst haben. „WissensWert regional" führt vorhandenes Wissen systematisch zusammen und ergänzt es um eigene Erhebungen:
• Identifizieren und typologisieren: Die reale Akteurslandschaft in Deutschland wird mit Fokus auf die Außer-Haus-Verpflegung erfasst und in eine praxisnahe Typologie überführt.
• Erfolgsfaktoren herausarbeiten: Über Konstellationsanalysen und Experteninterviews werden ökonomische, organisatorische und soziale Erfolgsfaktoren identifiziert – etwa bei Kommunikation, Qualitätsvereinbarungen und Preisbildung.
• Vertragssysteme entwickeln: Bestehende Liefer- und Rahmenverträge werden analysiert und tragfähige Konzepte mit fairen Abnahmegarantien und Risikoteilung erarbeitet. Zudem werden vergaberechtliche Spielräume für rechtssichere Bio-Kriterien in Ausschreibungen ausgeleuchtet.

Der Forschungsverbund

Drei Institutionen bündeln ihre Expertise: Das inter 3 Institut für Ressourcenmanagement (Berlin) leitet das Projekt, verantwortet die wissenschaftliche Systemanalyse und den Wissenstransfer. Bio in MV e.V. übernimmt als Landesverband für ökologischen Landbau die empirische Feldarbeit bei Erzeugern, Großküchen und Verarbeitern. Der Verein diversu untersucht die juristischen Instrumente und entwickelt die Typologie fairer, sozial-ökologischer Vertragsmodelle für kleine und mittlere Akteure.

Die Ergebnisse werden bis 2027 als modularer Praxisleitfaden, zielgruppenspezifische Merkblätter, Policy Brief und bundesweites Fach-Webinar bereitgestellt.

Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), Projektträgerschaft: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Daniel Kaufman
inter 3 Institut für Ressourcenmanagement
d.kaufman@inter3.de | +49 (0)30 34 34 74 56


Weitere Informationen:

https://www.inter3.de/forschungsfelder/projekte/details/wissenswert-re-
https://gional


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Anhang

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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch


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