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Stifterverband: Unternehmen sehen deutlichen Nachholbedarf bei Future Skills

Дата публикации: 22-09-2026 08:10:00

KI-Kompetenzen sind in deutschen Unternehmen gefragt. Aber sie allein reichen nicht. Die Studie “Welche Future Skills fehlen in deutschen Unternehmen?”, herausgegeben vom Stifterverband mit Unterstützung der Haufe Akademie, zeigt: Für den erfolgreichen Einsatz von KI brauchen Unternehmen neben technologischen Kompetenzen weitere Future Skills – etwa kritisches Denken, Kreativität und die Fähigkeit, Veränderungen zu gestalten.

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KI-Kompetenzen sind in deutschen Unternehmen gefragt. Aber sie allein reichen nicht. Die Studie “Welche Future Skills fehlen in deutschen Unternehmen?”, herausgegeben vom Stifterverband mit Unterstützung der Haufe Akademie, zeigt: Für den erfolgreichen Einsatz von KI brauchen Unternehmen neben technologischen Kompetenzen weitere Future Skills – etwa kritisches Denken, Kreativität und die Fähigkeit, Veränderungen zu gestalten.

Berlin, 22.09.2026. Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt mit hoher Geschwindigkeit. Entsprechend werden die größten Kompetenzlücken in deutschen Unternehmen derzeit bei KI- und technologiebezogenen Kompetenzen wahrgenommen. Das zeigt eine neue Studie des Stifterverbandes, für die 1.001 Führungskräfte aus privatwirtschaftlichen Unternehmen befragt wurden. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass Unternehmen Future Skills insgesamt eine hohe Bedeutung beimessen. Rund 80 Prozent der befragten Führungskräfte haben sie als wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens bewertet. Mit der Haufe Akademie hat der Stifterverband erstmals einen Förderpartner aus der betrieblichen Weiterbildung für die Studie gewonnen. Die Partnerschaft verbindet die fachliche Analyse künftiger Kompetenzbedarfe mit der Perspektive der beruflichen Weiterbildung und der betrieblichen Praxis.

Gefragt wurden nach den fünf Kategorien des Future-Skills-Framework 2030 des Stifterverbandes: Grundlegende Zukunftskompetenzen (wie kritisches Denken, Problemlösungs- oder Lernkompetenz), Transformative Zukunftskompetenzen (wie Nachhaltigkeitskompetenz, Resilienz), Gemeinschaftsorientierte Zukunftskompetenzen (wie Verantwortungsübernahme, Dialogkompetenz), Digitale Zukunftskompetenzen (wie AI Literacy, Digital Literacy, Data Literacy) und Technologische Zukunftskompetenzen (wie Data Science & Analytics, Autonomous Systems & Robotics, Cybersecurity). http://www.stifterverband.org/medien/future-skills-2030

Die größte Kompetenzlücke sehen die befragten Unternehmerinnen und Unternehmer im Bereich AI Literacy (30,9 Prozent) und AI Engineering (30,8 Prozent). So fehlt Mitarbeitenden nach Meinung der Führungskräfte oftmals die Fähigkeit, grundlegende KI-Konzepte zu verstehen, kritisch zu bewerten sowie Künstliche Intelligenz zu entwickeln und produktiv anzuwenden. Es folgen Data Science & Analytics (26,3 Prozent), also Kompetenzen im Umgang mit Daten, sowie Change Management & AI (25,5 Prozent), die Fähigkeit, den Wandel durch KI in Organisationen zu gestalten.

Technologieverständnis allein reiche allerdings nicht aus; gesucht werden Personen, die den Einsatz von neuen Technologien im Unternehmen gestalten können: „Future Skills sind ein zentraler Wettbewerbsfaktor für deutsche Unternehmen“, sagt Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes. „Die Debatte über fehlende KI-Kompetenzen greift jedoch zu kurz. Entscheidend ist, technologische Möglichkeiten mit Fachwissen zu verbinden und in konkrete Anwendungen zu übersetzen. Kritisches Denken, Kreativität und die Fähigkeit, Veränderungen zu gestalten, sind entscheidende Voraussetzungen, um das Potenzial neuer Technologien voll auszuschöpfen.“ Der erfolgreiche Einsatz neuer Technologien werde von vielen Unternehmen deshalb nicht nur als technologische, sondern zugleich als organisatorische und kulturelle Herausforderung beschrieben.

„Künstliche Intelligenz ist für Unternehmen längst kein reines Technologiethema mehr“, sagt Hansjörg Fetzer, Managing Director der Haufe Akademie. „Entscheidend ist, ob Menschen die neuen Möglichkeiten verstehen, kritisch einordnen und im Arbeitsalltag wirksam einsetzen können. Unternehmen müssen ihre Beschäftigten deshalb nicht nur auf Veränderungen vorbereiten, sondern sie dazu befähigen, diese selbst mitzugestalten.“

Für Hochschulen und andere Bildungsakteure ergeben sich aus der Studie wichtige Impulse. Unternehmen wünschen sich zwar eine stärkere Förderung von KI- und Technologiekompetenzen. Gleichzeitig betonen sie die Bedeutung von Praxisbezug, beispielsweise über gemeinsame Hochschulprojekte mit Unternehmen, konkreten Anwendungsfällen und der Verknüpfung technologischer Inhalte mit weiteren Future Skills. Gefragt sind aus Sicht vieler Unternehmen nicht nur zusätzliche Kurse, Pflichtmodule und Schulungen, sondern auch neue Formen der Vermittlung von Future Skills.

Die Studie “Welche Future Skills fehlen in deutschen Unternehmen?” zum Download: https://www.stifterverband.org/medien/welche_future_skills_fehlen_in_deutschen_u...

Kontakt:
Peggy Groß
Pressesprecherin des Stifterverbandes
T 030 322982-530
presse@stifterverband.de

Florian Rampelt
Programmleiter Future Skills & KI
Geschäftsstellenleiter des KI-Campus im Stifterverband
T 0162 1053088
florian.rampelt@stifterverband.de

Über den Stifterverband
Der Stifterverband ist eine Gemeinschaft von rund 3.500 engagierten Menschen, Unternehmen und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ziel seiner Arbeit ist, Bildung und Wissenschaft neu zu denken und zu gestalten, um die Innovationskraft der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Als zentraler Impulsgeber analysiert er aktuelle Herausforderungen, fördert Modellprojekte und ermöglicht deren Verbreitung in vielfältigen Netzwerken. Er vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, entwickelt gemeinsam Ideen und stößt politische Reformen an. In seinem Wirken konzentriert er sich auf zwei Handlungsfelder: Bildung und Kompetenzen sowie Kollaborative Forschung und Innovation. http://www.stifterverband.org

Über die Haufe Akademie
Die Haufe Akademie ist einer der führenden Anbieter für berufliche Weiterbildung im deutschsprachigen Raum. Mit mehr als 3.600 Seminaren, Schulungen, Coachings und Tagungen in 26 Themenfeldern unterstützt sie Menschen und Unternehmen dabei, Kompetenzlücken zu schließen und in einer sich verändernden Arbeitswelt wirksam zu bleiben. Dazu gehört eines der umfangreichsten KI-Weiterbildungsportfolios im DACH-Raum. Jährlich nutzen rund 620.000 Lernende die Angebote der Haufe Akademie. Die Weiterempfehlungsrate liegt bei über 95 Prozent; auch alle DAX-40-Unternehmen setzen auf ihre Lösungen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1978 begleitet die Haufe Akademie Menschen und Organisationen bei der beruflichen und unternehmerischen Weiterentwicklung. Die Haufe Akademie ist eine Marke der Haufe Group. http://www.haufe-akademie.de

Merkmale dieser Pressemitteilung:
jedermann
fachunabhängig
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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