Der Kevelaerer SV ringt Westfalia Anholt mit 3:1 nieder – trotz drei fehlender Offensivkräfte und 0:1-Rückstand. Eine Rote Karte gibt der Partie eine Wendung, dann trifft Malik Bongers doppelt. Was Trainer Patrick Znak am meisten beeindruckt hat.
27.09.2026 · 19:18 Uhr
Isselburg/Kevelaer · Der Kevelaerer SV ringt Westfalia Anholt mit 3:1 nieder – trotz drei fehlender Offensivkräfte und 0:1-Rückstand. Eine Rote Karte gibt der Partie eine Wendung, dann trifft Malik Bongers doppelt. Was Trainer Patrick Znak am meisten beeindruckt hat.
Der Kevelaerer SV bleibt dem Spitzenduo der Fußball-Bezirksliga auf den Fersen. Mit einem hart erkämpften 3:1 (0:1)-Erfolg bei Westfalia Anholt schob sich der KSV am Sonntag wieder auf Rang drei. Nach sieben Spieltagen hat die Mannschaft 13 Punkte auf dem Konto und liegt damit fünf Zähler hinter dem Spitzenreiter SuS 09 Dinslaken. Auf der rechten Rheinseite mussten die personell stark gebeutelten Gäste jedoch erst einmal einen Rückschlag verkraften.
Mit Maximilian Gastens, Robin Kaschubat und Lion Janssen fehlten gleich drei torgefährliche Offensivkräfte. Vielleicht hätten sie ja eine der vielen Chancen aus der Anfangsphase des Spiels genutzt. Stattdessen schlug Anholt auf der anderen Seite zu.
In der 35. Minute war es Filipe Oliveira Leite, der nach einem Kevelaerer Ballverlust den Anholter Führungstreffer erzielte. Minuten später erwies er seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er nach einer Tätlichkeit gegen Fabio Dittrich mit glatt Rot vom Platz gestellt wurde (38.). In Überzahl spielten es die Gäste anschließend abgeklärt und ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Die Tore fielen jedoch erst nach dem Seitenwechsel.
Nach einem tollen Diagonalball von Gian-Luca Dittrich erzielte Malik Bongers in der 56. Minute den verdienten Ausgleich. Eine knappe Viertelstunde später jagte er den Ball mit seinem schwachen linken Fuß zum 2:1 in den Winkel (70.). „Das war ein absolutes Traumtor“, lobte KSV-Coach Patrick Znak seinen Schützling.
Für die Entscheidung sorgte Dennis Tegeler in der Nachspielzeit: Bei einer Kontersituation traf der Joker zum 3:1-Endstand – zur Freude seines Trainers, der mit dem Remis beim TSV Weeze vor einer Woche noch unzufrieden gewesen war. „Uns hat praktisch die gesamte Offensive gefehlt. Wir mussten uns etwas einfallen lassen. Das ist uns gut gelungen. Alle haben sich gut eingebracht – auch die Einwechselspieler“, sagte Znak.
Der Kevelaerer Coach hofft nun, dass in einer Woche wieder alle mit an Bord sind. Am Sonntag um 16 Uhr steht das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SV Friedrichsfeld auf dem Programm.
Westfalia Anholt tritt schon am kommenden Freitagabend um 20 Uhr bei der DJK Rhede an. Der Gastgeber sollte am Sonntag beim SV Budberg antreten, doch das Spiel fiel aus. Somit rutschten die Rheder vorerst auf den 14. Tabellenplatz ab. Westfalia Anholt verbringt die nächsten Tage auf dem fünften Tabellenplatz.
Westfalia Anholt: Geven – M. Schirrmacher (77. Bortels), Hebing, Haberci, N. Schirrmacher, Paus, Oliveira Leite, Müller (83. Weyerhorst), Duesing, Buscher, Spiekers (77. Bergerfurth).
Kevelaerer SV: Ingenfeld – F. Dittrich, Jansen (46. Tellemanns), Quarta (59. Garic), Wassen (53. Hermens), Bongers, G.-L. Dittrich, Wienhofen, Schulz (70. Tegeler), Bolz, N. Dittrich.
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