Beim Spiel der Tennessee Titans gegen die Philadelphia Eagles wird es auf dem Kunstrasen unerträglich heiß. Das lässt auch ein Anliegen der Spieler nach einem einheitlichen Untergrund wieder hochkochen.
21.09.2026 · 11:21 Uhr
Solomon Thomas von den Tennessee Titans während einer Auszeit.
Foto: AP Photo/George Walker IV/George Walker IVNashville · Beim Spiel der Tennessee Titans gegen die Philadelphia Eagles wird es auf dem Kunstrasen unerträglich heiß. Das lässt auch ein Anliegen der Spieler nach einem einheitlichen Untergrund wieder hochkochen.
Fast 70 Grad auf dem Rasen, schmelzende Schuhe und ein Trainer am Tropf: Extreme Temperaturen haben beim NFL-Spiel zwischen den Tennessee Titans und den Philadelphia Eagles (20:24) in Nashville für kuriose Szenen und neue Diskussionen über die Kunstrasenplätze gesorgt.
„Ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie heiß es in einem Stadion mit Kunstrasen werden kann“, sagte Eagles-Spieler Jordan Mailata nach dem Spiel. Die Hitze „bleibt einfach dort und strahlt auf einen zurück. Wir müssen das Thema ansprechen. Deshalb wollen wir ausschließlich Naturrasenplätze, um in der Liga einen Spielstandard zu schaffen, bei dem wir die Spieler nicht unnötig in Gefahr bringen.“
Laut der TV-Übertragung war die Temperatur auf der Rasenoberfläche bis auf 157 Grad Fahrenheit, umgerechnet 69,4 Grad Celsius, angestiegen. Philadelphias Cam Jurgens klagte auch nach dem Spiel noch über Schmerzen an den Füßen. Er habe mehrmals die Schuhe wechseln müssen, weil die Sohlen geschmolzen seien. TV-Bilder zeigten, wie sich manche Spieler die Schuhsohlen mit kaltem Wasser aus Trinkflaschen bespritzten.
Jurgens Mitspieler Lane Johnson, seit 14 Jahren Profi, bezeichnete die Partie als eines der „fünf härtesten Spiele, an denen ich je teilgenommen habe. Es war eine mentale Herausforderung für alle Beteiligten.“
„Es war verdammt heiß“, sagte auch Eagles-Coach Nick Sirianni: „Ich habe keinen einzigen Spielzug bestritten und musste trotzdem eine Infusion bekommen. Ich weiß es wirklich zu schätzen, wie gut sich die Jungs vorbereitet und wie sehr sie sich durchgekämpft haben, denn es war nicht einfach.“
Vielleicht auch wegen der Bedingungen taten sich die Eagles bei den Titans überraschend schwer. Knapp zwei Minuten vor dem Ende waren sie mit 17:20 in Rückstand geraten, erst ein Touchdown-Pass von Quarterback Jalen Hurts auf Darius Cooper neun Sekunden vor Schluss brachte dem klaren Favoriten den Sieg.
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