Das griechische Landwirtschaftsministerium reagiert auf die Ausbreitung des gefährlichen Lagokephalos. Fischer erhalten nun finanzielle Anreize, um den Bestand dieses Raubfisches aktiv zu reduzieren.
Das griechische Landwirtschaftsministerium reagiert auf die Ausbreitung des gefährlichen Lagokephalos. Fischer erhalten nun finanzielle Anreize, um den Bestand dieses Raubfisches aktiv zu reduzieren.
Um die Population des invasiven und gefährlichen Hasenkopf-Kugelfischs (Lagocephalus sceleratus) einzudämmen, leitet das griechische Landwirtschaftsministerium ein Pilotprojekt ein. Im Fokus stehen die Regionen Kreta und Südliche Ägäis. Dort ist der Fisch stark verbreitet. Wie das griechische Landwirtschaftsministerium mitteilt, wird für gefangene Exemplare eine Prämie von 5,33 Euro pro Kilogramm gezahlt. Das berichtet der Nachrichtensender ERTNews.
Laut Margaritis Schinas, Minister für ländliche Entwicklung und Ernährung, handelt es sich dabei um die Nettovergütung für die Fischer. Die Kosten für Kühlung und Verbrennung werden von den Regionen übernommen. „Es ist das erste Mal, dass in Griechenland eine solche Maßnahme ergriffen wird”, wird er von ERTNews zitiert.
„Ich glaube, dass diese Maßnahme Wirkung zeigen wird. Sie ist vor allem für die Küstenfischerei ein ermutigender Schritt“, sagte Giannis Bountoukos, Präsident der Panhellenischen Vereinigung der mittleren Berufsfischerei.
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Trotz des grundsätzlichen Zuspruchs sehen Fachleute operative Hürden bei der praktischen Umsetzung. Fischer Thanassis Koutras weist darauf hin, dass für den Fang des Raubfisches spezielle Ausrüstung notwendig sei. „Es werden spezielle Langleinen mit Drahtseilen benötigt, um die Lagokephalos zu fangen.“ Laut Giannis Maounos, Präsident der Vereinigung der Berufsfischer von Kalamata, sind die Bestände riesig. Es sei schwierig, diese unter Kontrolle zu bringen.
Wie France24 mit Informationen der AFP berichtet, verursacht der invasive Hasenkopf-Kugelfisch in der griechischen Fischerei gleich mehrere Probleme. Das 40 bis 60 Zentimeter große Tier verursacht große wirtschaftliche Schäden, da er mit seinem kräftigen Gebiss den Fang aus den Netzen frisst und die Netze beschädigt. Zudem ist der Verzehr des giftigen Fisches tödlich.
Der Kugelfisch kann auch Menschen beißen. Nach solch einem Vorfall empfiehlt das Griechische Rote Kreuz laut einem Post auf Instagram folgendermaßen vorzugehen:
Gegenüber der AFP sagt der Fischer Alexis Charlambakis: „Wenn dich eines davon beißt, reißt es dir glatt den Finger ab.“
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