Der zweimaligen Stabhochsprung-Olympiasiegerin Yelena Isinbayeva steht neuer Ärger ins Haus. Wie russische Medien berichten, ist die 43-Jährige in das Visier der nationalen Strafverfolgungsbehörden geraten. Einer der Vorwürfe: Steuerhinterziehung. Die möglichen Folgen sind drastisch.

sport.de
Der zweimaligen Stabhochsprung-Olympiasiegerin Yelena Isinbayeva steht neuer Ärger ins Haus. Wie russische Medien berichten, ist die 43-Jährige in das Visier der nationalen Strafverfolgungsbehörden geraten. Einer der Vorwürfe: Steuerhinterziehung. Die möglichen Folgen sind drastisch.
Die russischen Strafverfolgungsbehörden haben unter anderem wegen Verdachts der Steuerhinterziehung Ermittlungen gegen die Stabhochsprung-Legende Yelena Isinbayeva aufgenommen. Das berichtet die Nachrichtenseite "SHOT".
Die Vorwürfe: Isinbayeva soll in den vergangenen drei Jahren die Stromrechnungen für ihre beiden Wohnungen in Moskau nicht bezahlt haben. Zudem sollen auch Handwerker-Rechnungen aus diesem Zeitraum noch offen sein. Der staatliche Energieversorger hat laut "SHOT"-Angaben bereits Anzeige erstattet.
Im Raum steht zudem der Verdacht der Steuerhinterziehung. Das Finanzministerium fordert dem Bericht zufolge eine Nachzahlung in Höhe von 920.000 Rubel (ca. 10.500 Euro). Sollte Isinbayeva ihre Schulden nicht begleichen, droht der Staat mit der Einfrierung ihrer Konten.
Stabhochsprung-Legende keine ErsttäterinPikant: Die zweimalige Olympiasiegerin ist keine Ersttäterin. Schon im vergangenen Jahr häufte sie Steuerschulden an. Damals in Höhe von rund 17.000 Euro. Sämtliche ihrer Konten in Russland wurden laut "sport24" damals auf Eis gelegt. Erst nach rund zwei Monaten konnte sie ihre Schulden begleichen.
Isinbayeva hatte über viele Jahre in Russland einen Helden-Status inne, pflegte zudem eine direkte Verbindung in den Kreml und agierte als öffentliche Unterstützerin von Vladimir Putin. Von 2016 bis 2017 war sie Chefin der russischen Anti-Doping-Agentur.
Mitte 2023 drehte sich allerdings der Wind. Damals kam heraus, dass sie nach Teneriffa ausgewandert ist. Die Russen dementierten dies zunächst und sprachen von westlicher Propaganda und Fake News. Isinbayeva erklärte sich selbst wenig später aber zur "Weltbürgerin" und distanzierte sich von der russischen Politik. Den Helden-Status in ihrer Heimat büßte sie daraufhin ein.
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