Großbrände in Spanien und Frankreich überfordern Europas Feuerwehren – selbst eine hundertmal größere Löschflotte wäre machtlos, warnt die EU. Brüssel zieht daraus eine klare Konsequenz.

Strand in Lacanau: Am Himmel steigen Rauchwolken vom Waldbrand im Südwesten Frankreichs auf. Foto: Maximilien Lamy/AFP/dpa
Paris, Madrid, Brüssel. Die massiven Waldbrände in Frankreich und Spanien bringen Einsatzkräfte und Katastrophenschutz an ihre Grenzen und zwingen Europa zu einer neuen Präventionsstrategie, warnte die EU-Kommission am Montag. In der Provinz Ávila wütet der größte Brand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1968. In der Gironde, nahe Bordeaux, sprechen örtliche Behörden von einem Feuer bislang unbekannter Dimension.
Die Brände beherrschen in beiden Ländern die politische Agenda: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron berief am Montag eine Krisensitzung ein. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez rief bereits in der vergangenen Woche eine nationale Notlage aus. In Madrid legten die sozialistische Zentralregierung und die konservative Regionalregierung ihren erbitterten Streit vorerst bei, um sich auf die Krisenbewältigung zu konzentrieren.
Die Feuer könnten sich ähnlich tief in das kollektive Gedächtnis Europas einbrennen wie das Camp Fire von 2018 in Kalifornien. Schon jetzt zeichnen sich zwei Befunde ab.
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