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Iran und USA: Unklarheit über Verhandlungen

Дата публикации: 03-08-2026 14:17:11

Aus Washington und Teheran kommen widersprüchliche Signale. Israel geht auf Distanz zum Gaza-Vorschlag.

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Der Iran führt nach Angaben seines Außenministeriums derzeit keine Verhandlungen mit den USA. „Wir verhandeln derzeit nicht mit den Vereinigten Staaten“, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei am Montag in Teheran bei seiner wöchentlichen Presseunterredung. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte zuvor für Montag neue Gespräche mit dem Iran über eine Beendigung des Krieges angekündigt. „Was wir tun, ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen“, sagte Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten. „Es beginnt morgen Nachmittag.“

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Nach der Ankündigung des US-Präsidenten fielen die Ölpreise erheblich. An den Börsen sorgte die Aussage Trumps für kräftige Zuwächse. Es ist unklar, ob Insider aus dem Umfeld der Regierung mit Wetten Profite eingestrichen haben.

Iran verhandelt mit Oman

Irans Außenamtssprecher Bakaei sagte, man spreche mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus. Er bezeichnete die Verhandlungen mit dem Oman als „konstruktiv“. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Bakaei nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Die geplante neue Regelung schränkt eine freie Durchfahrt im Vergleich zur Zeit vor Beginn des Militärkonfliktes ein. Der Iran könnte kontrollieren, welche Schiffe aus welchen Ländern in die Straße von Hormus einfahren. Kriegsschiffen könnte unter anderem eine Passage verwehrt werden. Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen verständigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman und den anderen Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge abstimmt.

Trump hatte am Samstag erklärt, die USA und Israel würden vorläufig auf weitere Angriffe auf den Iran verzichten. Der Iran und mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, weil es „Umrisse einer Vereinbarung“ gebe. Noch am Freitag hatte Trump dem Iran mit neuen massiven Angriffen gedroht. Am Sonntag sagte er, der geplante Angriff wäre „der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg“ gewesen. Neben dem Iran hätten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar ihn gebeten, davon abzusehen.

Bedenken Israels zu Gaza

Israel hat unterdessen bei den USA Bedenken gegen den von Trump verkündeten Plan zur Entwaffnung der Hamas angemeldet. Die veröffentlichte Fassung spiegle die israelischen Positionen nicht wider, erklärte Doron Spielman, Sprecher des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Nachrichtenagentur AFP und der Times of Israel. „Israel hat der US-Seite seine Anmerkungen und Bedenken zu dem vorgeschlagenen Rahmen übermittelt“, sagte Spielman.

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Trump hatte am Freitag erklärt, Israel sei über die mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation erzielte Vereinbarung „sehr glücklich“ und habe die USA unterstützt. Hamas-Vertreter hatten der AFP gesagt, dass eine Einigung „in der Frage der Waffen“ erzielt worden sei. Nach Trumps Darstellung soll die Hamas ihre Waffen schrittweise abgeben. Anschließend sollen sich die israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe und eine neue palästinensische Polizei sollen dann die Verantwortung im Gazastreifen übernehmen.

Im Iran wurden derweil zwei Männer wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet. Nach Darstellung der iranischen Justiz sollen sie dem israelischen Geheimdienst Mossad Koordinaten heikler Militär- und Sicherheitsstandorte übermittelt haben.

Trump ohne Plan?

Der italienische Corriere della Sera schreibt in einem Kommentar, die amerikanische Regierung sei „unsicher“ und „gespalten“ über das weitere Vorgehen. Verteidigungsminister Pete Hegseth dränge „auf einen massiven militärischen Schlag und greift in den Sitzungen im Weißen Haus die Appelle des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu auf“. Von dieser Entscheidung rieten hingegen Vizepräsident JD Vance und vor allem Generalstabschef Dan Caine ab. Die Zeitung weiter: „Monatelang hat Trump einen Mittelweg erkundet, denjenigen, der ihm am ehesten entspricht: den Gegner massiv zu bedrohen, um ihn zu zwingen, einem Dialog zu seinen Bedingungen zuzustimmen.“ Doch mittlerweile verbreite sich „ein anderes Gefühl: Trump weiß in Wirklichkeit nicht, was er tun soll“.

Der niederländische Telegraaf analysiert, die Entwicklung treibe „die Amerikaner zur Verzweiflung“. Neben „logistischen Problemen aufgrund schwindender Munitionsvorräte, unter anderem für die Abwehr iranischer Drohnen und Raketen, spürt die amerikanische Heimatfront die wirtschaftlichen Auswirkungen“. (mit dpa und AFP)

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