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Hoeneß greift Infantino an und fordert Europas geschlossene Front

Дата публикации: 31-07-2026 12:08:00

Uli Hoeneß stellt sich hinter die Boykottdrohung der europäischen Verbände und hält eine Weltmeisterschaft ohne Europas Teams für wertlos. Gleichzeitig verschärft er seine Kritik an Fifa-Präsident Gianni Infantino.

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Uli Hoeneß stellt sich hinter die Boykottdrohung der europäischen Verbände und hält eine Weltmeisterschaft ohne Europas Teams für wertlos. Gleichzeitig verschärft er seine Kritik an Fifa-Präsident Gianni Infantino.

Die Debatte um die Zukunft der Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt weiter an Schärfe. Uli Hoeneß hat die Boykottdrohung der europäischen Fußballverbände ausdrücklich begrüßt und dabei deutliche Worte gefunden.

Der Ehrenpräsident des FC Bayern München ist überzeugt, dass Europas Nationalverbände ihren Einfluss bislang unterschätzen. Eine Weltmeisterschaft ohne europäische Mannschaften könne man nach seiner Ansicht „in die Tonne treten“. Das sagte Hoeneß am Rande des Testspiels des FC Bayern in Rottach-Egern.

Unterstützung für Eberls Kritik

Hoeneß stellte sich zugleich hinter Bayerns Sportvorstand Max Eberl. Dieser hatte den jüngsten Vorstoß der Fifa scharf kritisiert und erklärt, er empfinde Ekel und schäme sich für die Entscheidung des Weltverbandes.

Mit dieser klaren Haltung könne er gut leben, sagte Hoeneß. Seine Aussagen zeigen, dass die Führung des deutschen Rekordmeisters in der aktuellen Debatte geschlossen auftritt und den Kurs der europäischen Verbände unterstützt.

Deutliche Worte gegen Infantino

Auch Fifa-Präsident Gianni Infantino bekam die Unzufriedenheit des 74-Jährigen zu spüren. Zwar wollte Hoeneß seine Einschätzung noch nicht im Detail erläutern. Er machte jedoch unmissverständlich klar, dass seine persönliche Meinung gegen den Chef des Weltverbandes gerichtet ist.

Zu möglichen Nachfolgern im Amt des Fifa-Präsidenten wollte sich Hoeneß dagegen nicht äußern. Dafür sei es aus seiner Sicht noch zu früh.

Gianni Infantino ist seit 2016 Fifa-Chef.

Gianni Infantino ist seit 2016 Fifa-Chef. Alex Gottschalk/DeFodi Images via Getty Images
Wunsch nach einer europäischen Allianz

Nach Ansicht von Hoeneß sollten die führenden Verbände des Kontinents eine gemeinsame Allianz bilden. Ziel müsse es sein, die Interessen des europäischen Fußballs künftig geschlossen zu vertreten und gegenüber der Fifa mit einer Stimme aufzutreten.

Mit seinen Aussagen verschärft Hoeneß den Druck auf den Weltverband. Zugleich macht er deutlich, dass er die Boykottdrohung nicht nur als symbolisches Signal versteht. Nach seiner Überzeugung würde eine Weltmeisterschaft ohne die europäischen Nationen erheblich an sportlicher Qualität, internationaler Aufmerksamkeit und wirtschaftlicher Bedeutung verlieren.

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