Alexander Zverev verpasst seinen zweiten Grand-Slam-Titel, im Wimbledon-Finale ist Jannik Sinner zu stark. Bei Zverev bildet sich aber eine Gewissheit heraus.
Für Alexander Zverev erfüllt sich der Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel nicht: Im Wimbledon-Finale ist Jannik Sinner einmal mehr zu stark. Trotzdem bildet sich bei Zverev eine Gewissheit heraus.
Anerkennend klopfte Alexander Zverev seinem offenbar unbezwingbaren Angstgegner auf die Brust. Dann saß Deutschlands bester Tennisspieler auf seinem Stuhl. Verschränkte Arme. Enttäuschung. Frust.
„Jannik, ich mag dich nicht mehr“, rief Zverev unmittelbar nach Spielschluss ironisch-schmunzelnd, ehe er eingestand: „Er hat einmal mehr gezeigt, warum er der beste Spieler der Welt ist.“
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Zverev selbst hatte vor wenigen Wochen bei den French Open in Paris den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere geholt. „Wir hatten großartige zwei Monate, obwohl wir heute verloren haben“, sagte er am Sonntag, garniert mit der Gewissheit:
„Mit 29 Jahren glaube ich zum ersten Mal wirklich daran, diese Trophäe gewinnen zu können.“
Den Rasenklassiker von Wimbledon rühmte der Hamburger als „speziellsten Tennisplatz der Welt“. Pflichtschuldig beeilte sich Zverev zu betonen, welch außergewöhnliche Ehre und Freude es sei, vor den Augen der Royal Box antreten zu dürfen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz war vor Ort.
„Es gibt keinen bessern Ort zum Tennisspielen“, bestätigte Sinner und fand warme Worte für seinen unterlegenen Dauerrivalen:
„Du hast es in Paris geschafft. Wenn du so spielst wie heute, bin ich ziemlich sicher, dass du diesen Pokal auch einmal nach Hause nehmen darfst.“
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Sinner triumphierte zum zweiten Mal nacheinander in Wimbledon und holte seinen fünften Grand-Slam-Titel insgesamt. „Es war sehr intensives Tennis, extrem geprägt von den Aufschlägen auf beiden Seiten“, analysierte Ex-Tennisprofi Michael Stich bei Amazon Prime. „Am Ende haben wir einen Sieger gesehen, der drei, vier Prozent durchhaltender war. Jannik war der etwas bessere und konstantere Spieler.“
Somit bleibt Stich (im Jahr 1991) der letzte deutsche männliche Wimbledon-Sieger, auch 35 Jahre danach. Ansonsten konnte sich nur Boris Becker (1985, 1986 und 1989) auf der Ehrentafel verewigen.
Zverev wird einen neuen Anlauf nehmen, 2027. Bis dahin „wünsche ich ihm, dass er nicht den Fehler macht, den er aus meiner Sicht in der Vergangenheit manchmal gemacht hat: Dass er zu viel spielt“, sagte Stich. „Er wird dieses Jahr eh nicht mehr die Nummer eins, deshalb sollte es nicht sein Ziel sein, jetzt alles dafür zu tun und nächstes Jahr den Preis zu bezahlen. Er ist auch einen Tick älter als die anderen und sollte ein bisschen haushalten. Die Grand Slams sind das Hauptziel.“
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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