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Formel-1-Hammer rückt immer näher: „Max hat den Glauben an das Team verloren”

Дата публикации: 10-07-2026 13:18:00

Ralf Schumacher glaubt an eine Trennung von Red Bull und Max Verstappen. Der Experte kann sich einen Cockpit-Tausch mit McLaren-Pilot Oscar Piatri vorstellen.

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War Silverstone das Rennen, das das Fass zum Überlaufen gebracht hat? Ralf Schumacher glaubt nicht mehr daran, dass Max Verstappen im kommenden Jahr noch immer für Red Bull fahren wird. „Ich glaube, Max Verstappen wird Red Bull verlassen“, so Schumacher bei Sky.

Verstappens Abflug ist dabei allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Denn bereits zuvor kam es am Wochenende zu Unstimmigkeiten zwischen Team und Fahrer. So wollte Verstappen am Sonntag beispielsweise aus der Boxengasse starten, Red Bull lehnte das allerdings ab.

Schumacher sieht „gewissen Vertrauensbruch“ zwischen Verstappen und Red Bull

Auch davon abgesehen soll man sich bei Set-up-Fragen nicht einig gewesen sein, weshalb Schumacher erklärt, dass inzwischen „ein gewisser Vertrauensbruch zwischen Fahrer und Team“ eingesetzt habe. „Ich glaube, dass Max den Glauben an das Team verloren hat“, so der Experte.

Max Verstappen fliegt vier Runden vor Schluss ab

Max Verstappen fliegt vier Runden vor Schluss ab Screenshot X / F1

Deswegen ist er auch der Meinung, dass Verstappen Red Bull verlassen wird - obwohl sein Vertrag eigentlich noch bis Ende 2028 läuft. Allerdings ist bekannt, dass es eine Ausstiegsklausel in seinem Kontrakt gibt, die ihm einen früheren Abschied ermöglichen würde.

Auch um Verstappens Ausstiegsklausel soll es Ärger geben

Genau diese Klausel will Red Bull Verstappen eigentlich abkaufen. Doch der viermalige Weltmeister soll sich darauf bislang nicht eingelassen haben. Das wiederum hat laut Schumacher nun auf der anderen Seite für Frust gesorgt.

„So wie ich mitbekommen habe, hat man Max Verstappen auch sehr übel genommen, dass er am Red Bull Ring, als alle da waren, nicht klar gemacht hat, dass er auf diese Klausel verzichtet“, so der Experte, der sich daher nicht mehr sicher ist, ob Red Bull auch in Zukunft wirklich alles tun wird, um Verstappen zu halten.

Max Verstappen (l.) und Lewis Hamilton im knallharten Kampf

Max Verstappen (l.) und Lewis Hamilton im knallharten Kampf Guido De Bortoli/LAT Images

„Ich glaube, beide Seiten sind mittlerweile so weit, dass [eine Trennung] nicht mehr wehtut“, so Schumacher. Oder anders gesagt: Nicht nur Verstappen hat seiner Meinung nach das Vertrauen ins Team verloren, auch Red Bull selbst könnte aktuell damit leben, den Niederländer ziehen zu lassen.

Verstappen zu McLaren, Piastri zu Red Bull?

Ein mögliches Szenario wäre dabei laut Schumacher „ein Quasi-Tausch“ mit McLaren, bei dem Verstappen nach Woking und dafür Oscar Piastri zu Red Bull wechselt. Neu ist dieses Gedankenspiel nicht. Erstmals berichtete die italienische Edition von Motorsport.com bereits im Mai darüber.

Zwar hat Piastri, wie auch Verstappen bei Red Bull, eigentlich noch einen längeren Vertrag bei seinem Team. Laut Schumacher wäre es aber „durchaus vorstellbar“, dass beide Fahrer einfach die Cockpits tauschen.

McLaren-Boss Zak Brown betonte am Wochenende in Silverstone zwar noch, dass er „sehr zufrieden mit unserer Fahrerpaarung“ sei. Doch solche Aussagen haben in der Formel 1 erfahrungsgemäß häufig keinen großen Wert.

Verstappen-Vertrauter wechselte schon zu McLaren

Schumacher jedenfalls denkt, dass Verstappen sehr an einem Wechsel zu McLaren interessiert wäre, denn: „Ich glaube, dass er das Gefühl hat, dass er mit McLaren gleich wieder in die Spitze kommen kann und gleich wieder um Siege mitfahren kann.“

Zwar ist auch McLaren in der Hackordnung der Formel 1 nach zwei Konstrukteurstiteln in Serie in diesem Jahr abgerutscht und liegt momentan nur auf dem dritten WM-Rang hinter Mercedes und Ferrari. Doch womöglich könnte dem Team aus Woking das „Comeback“ schneller als Red Bull gelingen.

Gianpiero Lambiase (l.) und Max Verstappen in ihrer gemeinsamen Red-Bull-Zeit

Gianpiero Lambiase (l.) und Max Verstappen in ihrer gemeinsamen Red-Bull-Zeit IMAGO / PsnewZ

Dazu kommt, dass Verstappens enger Vertrauter Gianpiero Lambiase bereits einen Vertrag bei McLaren unterschrieben hat und spätestens 2028 dorthin wechseln wird. Mit Rob Marshall und Will Courtenay arbeiten zudem zwei weitere langjährige Red-Bull-Gesichter inzwischen für McLaren.

Auch Red Bull soll nicht „um jeden Preis“ an Verstappen festhalten wollen

Und auch für die Bullen selbst könnte eine Trennung von Verstappen durchaus Sinn ergeben. „Max Verstappen kostet rund 100 Millionen [pro Jahr]. So sind zumindest die Gerüchte mit allem, was dazugehört“, erklärt der Experte, der sich die Frage stellt, wie sinnvoll es für Red Bull ist, aktuell so viel Geld für einen Fahrer auszugeben.

Ohnehin stehe dem Rennstall laut Schumacher „eine schwere Zeit“ bevor. „Und dann ist halt die Frage, ob man dann, obwohl man nicht gewinnt, so viel Geld ausgeben muss“, so Schumacher. Ein anderer Fahrer wäre für Red Bull wohl deutlich günstiger als Verstappen.

Laut „f1-insider“ habe sich Red Bull inzwischen mit einem Verstappen-Abschied arrangiert. Demnach sei Red-Bull-Miteigentümer Mark Mateschitz (Sohn des verstorbenen Firmengründers Dietrich Mateschitz) nicht bereit, Verstappen „um jeden Preis“ zu halten.

Von Ruben Zimmermann

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