Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Nach Kritik an Bestsellerautor: Abtei korrigiert Anselm Grüns erste Reaktion in Missbrauchsfall

Дата публикации: 08-09-2026 18:39:00




Nach Kritik an dem katholischen Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall hat die Abtei Münsterschwarzach Grüns erste Zurückweisung relativiert.



Основное содержимое страницы с новостью.

Nach Kritik an Bestsellerautor Abtei korrigiert Anselm Grüns erste Reaktion in Missbrauchsfall

08.09.2026 · 20:39 Uhr

Pater Amseln Grün im Kloster Münsterschwarzach (Archivbild).

Pater Amseln Grün im Kloster Münsterschwarzach (Archivbild).

Foto: Herder Verlag/Daniel Biskup

Paderborn/Schwarzach am Main · Nach Kritik an dem katholischen Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall hat die Abtei Münsterschwarzach Grüns erste Zurückweisung relativiert.

Dieser habe sich 1992 für einen weiteren seelsorglichen Einsatz eines missbrauchsbeschuldigten Priesters offen gezeigt, teilte ein Sprecher des Klosters am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur mit. Hintergrund ist der aktuelle Jahresbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn. Darin wird Grün wegen seines Umgangs mit einem Paderborner Priester kritisiert, der sexuelle Handlungen an einem damals 16-Jährigen eingeräumt hatte und gegen den später ein Strafbefehl erging.

Nach Darstellung der Kommission hielt sich der Geistliche 1992 im Recollectio-Haus der Abtei auf, dessen Mitgründer und geistlicher Leiter Grün ist. Bei einem Gespräch mit dem Priester und dem Paderborner Personalchef habe Grün für die Einschätzung des Priesters eingestanden, dieser sei nicht homosexuell veranlagt. Das Haus bietet psychotherapeutische und geistliche Begleitung für Priester, Ordensleute und andere Beschäftigte im kirchlichen Dienst an.

Zudem habe Grün seine Bereitschaft erklärt, den Geistlichen in das Benediktinerkloster aufzunehmen, und vorgeschlagen, ihn bis dahin in einer Gemeinde im Bistum Würzburg in der Seelsorge einzusetzen. Das Bistum Würzburg stimmte dem Einsatz dem Bericht zufolge im September 1992 zu. Der Priester war später bis 2009 im Bistum Würzburg und anschließend im Bistum Erfurt tätig. Die Darstellung dieses Falls stützt sich nach KNA-Recherchen auf einen Aktenvermerk des Paderborner Personalchefs.

Grün wies Vorwurf zunächst zurück

Grün hatte den Vorwurf zunächst zurückgewiesen. „Ich kann mich an den Fall nicht erinnern und schließe das auch aus“, sagte er am Freitag der KNA in einem Telefongespräch. Bei Menschen, die im Recollectio-Haus Hilfe gesucht hätten, habe er nie Bestätigungen oder Empfehlungen ausgesprochen.

Nach interner Prüfung teilte der Abteisprecher nun mit, Grüns telefonischer Kommentar sei überstürzt gewesen. Grün bedaure, wenn sein Kommentar Irritationen verursacht habe.

Der grundsätzliche Vorschlag für einen Einsatz des Priesters in der Seelsorge und für einen räumlichen Wechsel nach Unterfranken sei allerdings vom Erzbistum Paderborn ausgegangen, so der Sprecher weiter. Eine direkte Vermittlung durch Grün an das Bistum Würzburg oder an eine konkrete Gemeinde habe es nicht gegeben. Organisation und Umsetzung hätten bei den beteiligten Diözesen gelegen.

Kloster grenzt Grüns Rolle ein

Zugleich räumte der Sprecher ein, dass das Recollectio-Haus in seinen Anfangsjahren auch Menschen aufgenommen habe, die als sexuell übergriffig aufgefallen seien. Die Arbeit der Einrichtung sei in den vergangenen 35 Jahren regelmäßig an neue psychologische Erkenntnisse angepasst worden. Die Aufdeckung der Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg im Jahr 2010 habe dabei eine „klare Zäsur“ dargestellt. Seitdem würden sexuell übergriffige Menschen nicht mehr aufgenommen.

Der Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz hatte am Montag eine umfassende Aufklärung des Vorwurfs gegen Grün und eine unabhängige Untersuchung des Recollectio-Hauses gefordert.

Der Sprecher erklärte dazu, die Abtei verstehe diesen Wunsch und stehe für fachlichen Austausch und klärende Gespräche offen. Zugleich verwies er auf die gesetzlich geregelte Schweigepflicht. Eine Einsicht in Akten zu konkreten Fällen sei nur mit Zustimmung der jeweiligen Gäste erlaubt.

Meistgelesen

Mehr zum Thema

Aktuell wichtig

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Missbrauch in der Kirche: „Betroffene können sich dort vernetzen“011.3726-08-2026
2Ergebnisse des Untersuchungsberichts: Forscher bestätigen Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Hengsbach-2725-06-2026
3Pfarrer verzichtet auf Priesteramt: „Der Grund ist, dass ich heiraten werde“010.3724-08-2026
4Ergebnisse für Donnerstag angekündigt: Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Hengsbach – Was bisher bekannt ist0523-06-2026
5Konvent und Pfarrei Maria Veen: Missbrauch und Gewalt durch Ordensleute in Reken aufgedeckt-5718-06-2026
6 KG rügt identifizierende Berichterstattung: Nius durfte Asylanwältin nicht an den Pranger stellen 08.1404-09-2026
7Vorsitzender der Bischofskonferenz: „Ich bin da nicht naiv“ – Bischof Wilmer befürchtet antikirchliche Maßnahmen der AfD010.8710-09-2026
8В РПЦ прокомментировали жестокое обращение священника с ребенком при крещении в Гатчине0011-08-2019
9Епархия нашла свидетельства ненадлежащего обращения с детьми в уральском монастыре0002-07-2020
10Папа Римский признался, что не готов пересмотреть обет безбрачия для священников0012-03-2023

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 7.89. Источник: rp-online.de.