Zum dritten Mal laden evangelische Kirchen und Diakonie im Westen Betroffene von sexualisierter Gewalt zu Austausch und Beratungen ein. Dabei soll auch über notwendige nächste Schritte diskutiert werden.
26.08.2026 · 14:26 Uhr
In Koblenz und Haltern am See können Betroffene mit Verantwortlichen diskutieren.
Foto: dpa/Julian StratenschulteDüsseldorf, Koblenz · Zum dritten Mal laden evangelische Kirchen und Diakonie im Westen Betroffene von sexualisierter Gewalt zu Austausch und Beratungen ein. Dabei soll auch über notwendige nächste Schritte diskutiert werden.
Im Zuge der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt laden die rheinische, westfälische und lippische Landeskirche sowie die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) zum dritten Betroffenen-Forum ein. Dazu sind drei Termine geplant, wie die Kirchen und die Diakonie RWL am Mittwoch ankündigten. Die Treffen sind nicht öffentlich und sollen „einen geschützten Raum zum Austausch über notwendige Schritte und Maßnahmen im Umgang mit sexualisierter Gewalt“ bieten.
Zur Auswahl stehen zwei Termine vor Ort am 5. Oktober in Koblenz und am 7. November in Haltern am See, je von 10 bis etwa 15 Uhr. Die Teilnahme ist auch online am 5. November ab 17 Uhr möglich, wie es hieß. Die Teilnahme sei nicht an den Wohnort oder an den Ort der Tat gebunden, hieß es.
Betroffene können sich dort vernetzen und mit Verantwortlichen aus Kirche und Diakonie diskutieren und so die Aufarbeitung mitgestalten, wie die Landeskirchen und Diakonie RWL erklärten. Jedes Forum werde von Supervision begleitet. Zudem würden Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen und Diakonie über aktuelle Entwicklungen berichten.
Die rheinische, westfälische und lippische Landeskirche hatten im Februar 2024 gemeinsam mit der Diakonie RWL den „Verbund West“ zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegründet. Bundesweit gibt es mehrere solcher Zusammenschlüsse evangelischer Landeskirchen und diakonischer Werke. Ende Januar 2024 hatte ein von der Evangelischen Kirche in Deutschland beauftragter Forschungsverbund seine Studie zu sexualisierter Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie vorgelegt. Ermittelt wurden bundesweit mindestens 2.225 Betroffene und 1.259 Beschuldigte.
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